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gmp_Suzhou - © gmp

Hamburger Stararchitekten bauen Chinas modernste Bibliothek

Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) haben den Entwurfswettbewerb für den Neubau der Bibliothek Suzhou in China gewonnen

Der Baubeginn ist für 2016 geplant; Ende 2017 soll der Komplex eröffnet werden. Das vollautomatisierte Hochregal-Lager für sieben Millionen Bücher ist einzigartig in China.

Sieben Millionen Bücher vollautomatisch gelagert

Die „Suzhou No. 2 Library“ wird in Xiangcheng Town gebaut, ein von künstlichen Seen und Wasserläufen geprägtes Gebiet mit vielfältigen städtischen Nutzungen, das derzeit nördlich des historischen, von Kanälen durchzogenen Stadtzentrums von Suzhou entsteht. Der Bibliotheksneubau liegt an einem dieser erweiterten Wasserläufe und soll neben traditionellen Bibliotheksnutzungen und weiteren öffentlichen Funktionen wie Kino und Ausstellungsräumen ein oberirdisches Lager für sieben Millionen Bücher beherbergen. Mit 6.500 qm und einer lichten Geschosshöhe von 15 m nimmt dieses voll-automatisierte Hochregallager, das erste dieser Art in China, ein großes Volumen in dem insgesamt 32.000 qm großen Gebäudekomplex ein.

Der Entwurf ist insbesondere durch äußere Bedingungen geprägt – die Enge des Grundstücks und den Bedarf an öffentlichen Freiflächen –, andererseits durch das Ziel, auf inhaltlich-symbolischer Ebene eine architektonische Analogie zu einem verschobenen Bücherstapel zu schaffen. So reagiert der Entwurf auf die äußeren Zwänge durch eine auskragende Gebäudeform, während die Überlagerung der Nutzungen sehr kompakte Volumen entstehen lassen. Auf diese Weise entsteht eine Gebäudefuge, die nicht nur den öffentlichen Raum auf eine innere Plaza erweitert, sondern auch für die klare Trennung und die Organisation der verschiedenen Funktionen und Eingänge sorgt.

Architektur erinnert an einen Bücherstapel

Im Gegensatz zur Erdgeschossebene, die in der Fläche minimiert und rechtwinklig-parallel zur Straße angeordnet ist, erweitern und verdrehen sich die oberen Geschosse in Richtung des Ausblicks in die Landschaft. So schält sich die windschiefe Ebene der Bibliotheksfassade heraus, die technisch durch eine starke horizontale Teilung gelöst und mit hellen Aluminiumlamellen verschattet wird – die visuelle Analogie zu einem verschobenen Papier- oder Bücherstapel tritt deutlich in Erscheinung. Die geschlossene Fassade des Bücherlagers ist in Sichtbeton mit horizontaler Struktur geplant und über eine zurückgesetzte Glasfassade mit umlaufender Terrasse von den überlagerten Funktionen getrennt.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.gmp-architekten.de

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