Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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Hamburger Immobilienmarkt brummt im ersten Quartal 2015

Investmentmarkt legt im ersten Quartal mit einem Transaktionsvolumen von 750 Millionen Euro um ein Drittel zu

Der Hamburger Investmentmarkt legte zum Jahresbeginn ein Transaktionsvolumen in Höhe von 750 Millionen Euro vor und stieg damit im Vergleich zum Vorjahresquartal um knapp ein Drittel. Dies ergaben Berechnungen des Immobiliendienstleisters Grossmann & Berger. Die Anzahl der Transaktionen blieb nahezu unverändert. „Der deutliche Aufwärtstrend aus dem Jahr 2014 erweist sich im ersten Quartal als konstant. Den vorhergesagten Zustrom an Kapital aus Asien können wir zumindest für Hamburg bisher nicht bestätigen“, kommentiert Axel Steinbrinker, Geschäftsführer von Grossmann & Berger.

Wandsbek steigt nach der City zum zweitstärksten Teilmarkt auf

Der räumliche Schwerpunkt lag im ersten Quartal in den zentralen Hamburger Teilmärkten City und HafenCity. Dort wurden elf Objekte mit einem Wert von 480 Millionen Euro und damit rund 64 Proeznt des Transaktionsvolumens gehandelt. Hierzu gehörte der Teilverkauf des Axel-Springer-Gebäudekomplexes an die Freie und Hansestadt Hamburg für das Bezirksamt Hamburg-Mitte als die bisher größte Transaktion des Jahres mit 130,6 Millionen Euro in der Caffamacherreihe 3 (City). Als zweitstärkster Teilmarkt und gleichzeitig umsatzstärkste Stadtteillage erwies sich Wandsbek mit einem Anteil von knapp elf Prozent des Transaktionsvolumens. Ausschlaggebend hierfür war die Veräußerung des sich im Bau befindenden Einkaufszentrums „W1“ (Wandsbeker Marktstraße 1-5) durch die Bauherrin HBB Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH an einen Spezialfonds der KGAL-Gruppe mit einem Volumen im höheren zweistelligen Millionenbereich.

Verkauf des „Sofitel“-Komplexes beflügelt Assetklasse Hotel

Büroobjekte waren im 1. Quartal 2015 mit knapp 60 Prozent des Transaktionsvolumens erneut die bevorzugte Assetklasse der Anleger. Hierzu gehörte der Paketverkauf der drei Büroimmobilien „S-KAI“ (Am Sandtorkai 50, HafenCity), „Hamburg America-Center“ (Am Sandtorkai 48, HafenCity) und „Coffee Plaza“ (Am Sandtorpark 2-6, HafenCity) durch Norrporten an Pembroke Real Estate mit einem Gesamtvolumen im dreistelligen Millionenbereich.
Die Assetklasse Einzelhandel folgte mit einem Volumen von rund 145 Millionen Euro und einem Anteil von 19 Prozent. Hotelimmobilien rückten mit bisher zwei Transaktionen und einem Anteil von 15 Prozent auf den dritten Platz vor, insbesondere aufgrund der bisher zweithöchsten registrierten Transaktion, dem Verkauf des „Sofitel“-Komplexes (Alter Wall 38-40, City) an Art-Invest Real Estate für einen hohen zweistelligen Millionenbetrag. Für Büroobjekte zeigte sich die Entwicklung der Spitzenrendite stabil auf einem niedrigen Niveau von 4,5 Prozent.

Nationale Anleger dominieren

Im ersten Quartal bestimmten mit einem Anteil von 68 Prozent nationale Anleger den Hamburger Investmentmarkt. Der Anteil ausländischer Investoren sank von 36 auf knapp 32 Prozent. Sie investierten insgesamt 240 Millionen Euro im ersten Jahresviertel. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil ausländischer Verkäufer nahezu von 19 auf 42 Prozent. Besonders Akteure aus Schweden, Großbritannien und Luxemburg veräußerten ihre Hamburger Gewerbeimmobilien.

Asset-Manager kaufen, Entwickler verkaufen

Auf der Käuferseite erzielten Asset-Manager im 1. Quartal 2015 mit rund 204 Millionen Euor und rund 27 Prozent des Transaktionsvolumens den höchsten Investmentumsatz. Auf den zweithöchsten Anteil mit rund 24 Prozent und knapp 182 Millionen Euro kamen die Offenen Fonds/Spezialfonds. Auf Seite der Verkäufer summierten sich die von Projektentwicklern/Bauträgern veräußerten gewerblichen Immobilien in Hamburg auf rund 200 Millionen Euro bei einem Anteil von 27 Prozent am Transaktionsvolumen.

Ausblick 2015

Laut Grossmann & Berger ist die Nachfrage ungebrochen. Neue Projektentwicklungen sind dagegen rar oder wurden erst kürzlich „gedreht“. Prominente Beispiele hierfür sind die Stadthöfe, die Heights, die Burstah Offices, das Fleet Office oder das südliche Überseequartier. Da auch Bestands-Objekte wie die Tanzenden Türme oder das Atlantic Haus erst voriges Jahr veräußert wurden, ist die Auswahl an hochwertigen Produkten in Hamburg überschaubar. Dieser Umstand, so Großmann & Berger, könnte dazu führen, dass das hervorragende Ergebnis des Vorjahres schwer zu erreichen sein werde. Zwar könnten Spitzenrenditen zurückgehen, doch begünstigten das Zinsniveau, die starke Wirtschaftskraft des Standorts und der allgemeine Anlagedruck das Hamburger Transaktionsgeschehen. Zudem zeichneten sich zunehmend Portfolioverkäufe ab, so die Immobilienexperten.
him

Quelle und weitere Infos:
www.grossmann-berger.de

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