Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
© Handelskammer Hamburg Daniel Sumesgutner

Hamburg mit 25 Business Improvement Districts an der Spitze

Die Handelskammer Hamburg und die Stadt ziehen eine positive Bilanz bei der Aufwertung der Quartiere. Kooperation mit der englischen Stadt Newcastle gestartet

Seit 2005 hat der Hamburger Senat insgesamt 25 Business Improvement Districts (BIDs) in der Stadt eingerichtet, weitere werden vorbereitet. Das Investitionsvolumen beträgt 55 Millionen Euro, wie die Handelskammer Hamburg am Mittwoch mitteilte. Hinzu kommt ein Housing Improvement District (HID) in Steilshoop. Damit ist Hamburg bundesweit der Vorreiter und verfügt mit dem BID Nikolai-Quartier über eines der größten Projekte dieser Art in Europa. Deren Mitglieder unterzeichneten außerdem vorgestern die europaweit erste Partnerschaft mit dem BID NE1 aus der nordostenglischen Stadt Newcastle. Bei der Kooperation geht es um den Austausch von Erfahrungen unter anderem bei den Marketingaktivitäten und der Erfolgskontrolle.

Idee stammt aus Nordamerika

BIDs sind fest umrissene Quartiere oder Straßenzüge, in denen die ansässigen Grundeigentümer und Grundeigentümerinnen in einem bestimmten Zeitraum (maximal fünf Jahre) auf eigene Kosten Maßnahmen zur Aufwertung des eigenen Standortes durchführen. Konkret können dies Beleuchtung, Bepflanzung, Service- und Marketingaktivitäten, Veranstaltungen, aber auch umfassende Baumaßnahmen zur Neugestaltung eines Quartiers sein. Die Idee stammt aus Nordamerika, wo das Modell bereits seit 40 Jahren erfolgreich umgesetzt wird. In Hamburg haben die Kammer und die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen mit einer Broschüre jetzt eine Zwischenbilanz gezogen.

„BIDs sind eine Hamburger Erfolgsgeschichte und haben erheblich dazu beigetragen, dass sich unsere Bürgerinnen und Bürger wieder stärker mit der Innenstadt und den Stadtteilzentren identifizieren“, so Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen. Auch international hätten die Hamburger BIDs große Aufmerksamkeit geweckt, zahlreiche Delegationen hätten deswegen die Stadt besucht.

Beitrag für eine lebendige Innenstadt

Viele Grundeigentümer und Gewerbetreibende in Bergedorf, Harburg, in der City oder in anderen Quartieren investieren mit BIDs nicht nur in ihre Immobilien und deren Werterhalt“, sagt Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer. Sie leisteten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag für eine lebendige Innenstadt, attraktive Bezirks- und Stadtteilzentren und für die Lebensqualität in Hamburg.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hk24.de/presse

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