Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Startup-Beratung im betahaus Hamburg - © C. O. Bruch

Arbeitsagentur stellt rund 15 Millionen Euro für Existenzgründer bereit

Das sind 12,5 Prozent mehr als 2014. Gutes Ergebnis: 80 Prozent der Gründer sind nach 15 Monaten immer noch am Markt

Jeder Existenzgründer erhielt eine Förderung mit dem „Gründungszuschuss“, für den die Agentur für Arbeit Hamburg im vergangenen Jahr mehr als 13,5 Millionen Euro ausgezahlt hat. Für das laufende Jahr steht der Arbeitsagentur ein Finanzvolumen von 15,2 Millionen Euro, und damit ein Plus von 1,7 Millionen Euro (12,5 Prozent) zur Verfügung, teilte die Arbeitsagentur Hamburg mit.

Immer mehr Arbeitslose wagen die Selbstständigkeit

„Der Gründungszuschuss ist ein bedeutsames Instrument der aktiven Arbeitsmarktpolitik. 2013 zahlten wir den finanziellen Zuschuss an 1.249 Gründer aus, 2014 an 1.400, dies ist ein Plus von 151 oder 12,1 Prozent. Monat für Monat begeben sich damit etwa 115 Arbeitslose in die Selbstständigkeit“, bilanziert Sönke Fock, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Hamburg.

Nach Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus dem Jahr 2012 ist der Gründungszuschuss ein erfolgreiches Instrument. 80 Prozent der Gründer sind nach 15 Monaten immer noch am Markt. „Das ist ein sehr gutes Ergebnis und spricht nicht nur für gute Ideen, sondern auch für grundsolide Planung und Umsetzung. Nicht wenige Startups benötigen schon bald neue Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter und entlasten den Arbeitsmarkt zusätzlich“, so Fock.

Anträge müssen der Überprüfung standhalten

Hamburger Arbeitslose, die Arbeitslosengeld I von der Agentur für Arbeit beziehen, können grundsätzlich gefördert werden, erklärt Fock weiter. „Die klassische Vermittlung eines Arbeitslosen in Beschäftigung steht aber immer einer Förderung durch den Gründungszuschuss vor, so beschreiben es die rechtlichen Förderkriterien. Daher müssen Antrag, Konzept und Begründung stichhaltig sein und unserer Überprüfung standhalten. Eine GZ-Bewilligung ist immer eine höchst individuelle Entscheidung.“

Zwei Förderphasen

Die erste Phase des Gründungszuschusses umfasst sechs Monate. In diesem Zeitraum wird der Gründungszuschuss in Höhe des Arbeitslosengeldes I als Zuschuss gezahlt. Hinzu kommt ein monatlicher Betrag von 300 Euro zur sozialen Absicherung. Für die zweite Förderphase erfolgt eine Neubewertung: Die Arbeitsagentur prüft nochmals die Tragfähigkeit des Konzeptes mit den erzielten Ergebnissen der ersten Förderphase. Bei positiver Bewertung können weitere neun Monate gefördert werden. Der Gründungszuschuss beträgt dann aber nur noch monatlich 300 Euro für die soziale Absicherung.

Regelmäßige Informationsveranstaltungen

Monatliche Informationsveranstaltungen für Arbeitslose geben einen ersten Überblick zu den Voraussetzungen einer GZ-Förderung: Antragsformalitäten und –fristen, Höhe der Förderung, Business – und Kostenplan, Gewerbeanmeldung, etc. Die Anmeldung ist notwendig und erfolgt über die Anmeldestelle der Arbeitsagenturen in den Bezirken. Die nächsten Termine:
• 29. April 2015, 7. Mai 2015, 17. Juni 2015, 22. Juli 2015
him/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.arbeitsagentur.de

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