Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Gastro- und Food-Innovationen aus Hamburg - © ÜberQuell

Gastro- und Food-Innovationen aus Hamburg

Craft Beer, New Food-Bewegung und experimentierfreudige Gastronome – Hamburgs Gastro-Szene hat sich international einen Namen gemacht.

Während auf der Elbe ConRo-Schiffe ihre Waren bis nach Südamerika oder Westafrika transportieren, wird auf der Terrasse der ehemaligen Riverkasematten das frisch gebraute ÜberQuell-Bier verkostet. Hamburgs neueste Craft Beer-Brauerei gleichen Namens ist seit dem 8. Juni offiziell eröffnet – wobei es sich um einen Mix aus Mikrobrauerei, Brewpub und Pizzeria handelt und die Neapolitanische Pizza, wie das Craft Beer, selbstverständlich in bewährter, traditioneller Handwerksmanier vor Ort hergestellt wird. Die Idee, die Riverkasematten zu neuem Leben zu erwecken, ´gärt` in den beiden Pionieren der Hamburger Craft Beer-Szene, Patrick Rüther und Axel Ohm, schon seit langem und beide haben sich in Brauerein auf der ganzen Welt umgesehen, bevor sie in Hamburg losgelegt haben.

Herausgekommen ist ein innovatives Konzepte bei dem das Neue das Alte nicht verdrängt. Die bewegte Geschichte der legendären Riverkasematten – vor Urzeiten als Wal-Tran Brennerei genutzt, später Markthalle, Lager, Luftschutzbunker sowie berühmter Jazzclub – und seine Verankerung im Stadtteil St. Pauli werden im ´Mini-Museum` des ÜberQuell lebendig. Als Außenstelle der Millerntor Gallery sorgen wechselnde Künstler für immer neue optische Eindrücke und wechselnde (Gast)Köche für kulinarische Überraschungen. Dazu wird es Urban Gardening sowie Live-Musik und Lesungen auf der hauseigenen Bühne geben.

Leaders Club Deutschland: Förderer innovativer gastronomischer Ideen

Mit diesem vielseitigen Konzept kämen die beiden Gastronomen durchaus für den jährlichen Leaders Club Award in Frage, der seit 2002 vom Leaders Club Deutschland für innovative Gastronomiekonzepte verliehen wird. Rüther ist Vorstandsvorsitzender des deutschen Leaders Clubs mit Sitz in Hamburg – insgesamt gibt es sechs nationale Netzwerke engagierter Gastronomen, die sich die Förderung von innovativen gastronomischen Entwicklungen und Ideen zum Ziel gesetzt haben und über das Leaders Club International auch grenzübergreifend miteinander vernetzt sind. Die Förderung umfasst sowohl die Aus- und Weiterbildung junger Nachwuchskräfte als auch die Betreuung und Unterstützung aussichtsreicher Gastronomie-Startups, etwa während der sensiblen Gründungs- und Entwicklungsphase.

Die Verleihung des Leaders Club Awards im November gilt als Branchen-Highlight und bislang hat die Jury ein gutes Urteilsvermögen bewiesen. Ausgezeichnete Konzepte – in Hamburg etwa das East, Mutterland, Bullerei oder Altes Mädchen – haben sich als tragfähig erweisen und der Mut der Gastronomen, Neues zu wagen, hat sich ausgezahlt.

Zahlreiche Food-Innovationen kommen aus der Metropolregion Hamburg

Die Food-Branche hat in Hamburg traditionell einen hohen Stellenwert. Über den Hamburger Hafen wurden schon immer exotische Nahrungsmittel importiert, die als Inspiration und Basis für eine innovative Gastro-Szene fungierten. Zahlreiche Food-Innovationen kommen aus der Metropolregion und laut dem Hamburg Startup-Monitor der privaten Initiative Hamburg Startups entstammen aktuell 12,5 Prozent der dort verzeichneten Unternehmen der Food-Branche. Viele Startup-Konzepte stehen im Zeichen der New Food-Bewegung: Sich besser ernähren zu wollen – näher an der Natur sein, den ökologischen Fußabdruck schmälern, nachhaltiger leben – und das mit Genuss.

Die passende Fachkonferenz für Startups mit innovativen Geschäftsideen aus den Bereichen Food, Food-Tech, Logistik und Hospitality ist das Food Innovation Camp am 17. Juli, veranstaltet von der Initiative Hamburg Startups in Kooperation mit dem Gastgewerbe-Magazin in der Handelskammer Hamburg. Bei Speeddatings und Matchmakings lassen sich hier wertvolle Kontakte knüpfen und Investoren oder Geschäftspartner finden. Vorträge und Workshops sorgen für Wissenstransfer und die Verleihung des Hamburg Startups Food Award bildet den Höhepunkt des Events. Gekürt wird das innovativste Food-Startup in den Kategorien Newcomer, Estes Produkt und Beste Innovation.

Hamburg als Taktgeber der Craft Beer-Bewegung

Auch bei der Internorga, der internationalen Leitmesse der Gastronomie, standen im März zukunftsweisende Konzepte im Fokus, sei es in der Newcomers’ Area oder im Food Truck Village. Rund 96.000 Besucher aus dem In- und Ausland informierten sich über Trends und Innovationen im gastronomischen Umfeld. Gut besucht war auch in diesem Jahr wieder die Craft Beer Arena: 36 einheimische Brauer sowie Brauereien aus Europa und Nordamerika präsentierten ihr Können bei Bier-Verkostungen, Workshops und Diskussionen.

Der Trend zu unabhängigen Brauereien, die individuelle, handwerklich gebraute Biere in kleinen Mengen entwickeln, entstand in den 70er-Jahren in den USA und eroberte in den letzten Jahren Deutschland. Hamburg hat dabei ganz klar das Zeug zum Taktgeber der Craft Beer-Bewegung. Dafür sprechen sowohl erfolgreiche Mikrobrauereien wie Kehrwieder Kreativbrauerei, Ratsherrn Brauerei, Von Freude Brauerei, Brewcifer oder Wildwuchs Brauwerk – als auch Hamburgs (Bier)Historie: Vor über tausend Jahren wurden in Hamburg die ersten Biere hergestellt, Mitte des 13. Jahrhunderts nahmen die ersten echten Brauer („Braxatores“) ihr Gewerbe auf und machten sich im Laufe der Zeit einen Namen als ´Brauhaus der Hanse`. Hamburger Biere gingen in alle Welt und erzielten Spitzenpreise.

Zahl der Brauereien in Deutschland wächst

Deutschland wird traditionell als Bierland wahrgenommen. Aktuell ist die Bundesrepublik weltweit der viertgrößte Bierproduzent. Besonders in Italien, Frankreich und den Niederlanden aber auch in China und den USA werden deutsche Biere geschätzt – und die Zahl der Brauereien in Deutschland nimmt zu. Im vergangenen Jahr kamen unterm Strich 16 Brauereien hinzu, acht davon in Hamburg und Schleswig-Holstein. Damit stieg die Zahl auf bundesweit 1408 Braustätten, so viele wie nie seit der Wiedervereinigung.

Gut die Hälfte der Betriebe in Deutschland sind laut Brauer-Bund Mikrobrauereien, die im Jahr weniger als 1.000 Hektoliter herstellen. Haben sich Hamburger Brauer zunächst von der internationalen Craft Beer Bewegung aus den USA, Dänemark, Italien und auch Österreich inspirieren lassen, streben nun Brauereien aus der Metropolregion wie Grönwohlder auf den internationalen Markt. So ist etwa Grönwohlder Bier seit kurzem in Schweden erhältlich und im Mai präsentierte sich die Brauerei auf der Craft-Beer-Messe in Shanghai.

Internationale und nationale Craft Beer Brauereien beim CRAFT MARKET 2017

Wer in Hamburg die Kunst besonders kreativer Spezialitätenbrauereien genießen möchte, für den gibt es Hamburg diverse Veranstaltungen. So präsentierten sich vom 16 bis 17. Juni rund 25 internationale und nationale Craft Beer Brauereien an der Rindermarkthalle St. Pauli. Feinstes Street Food sowie ausgewähltes Designer-Handwerk ergänzten das Angebot. Der Trend zum bewussten Genießen handwerklich hochwertiger Produkte ist ungebrochen – beste Startbedingungen somit auch für das ÜberQuell.
ys

Weitere Informationen:
www.ueberquell.com
www.leadersclub.de
www.das-food-innovation-camp
www.internorga/craft-beer-arena
www.kehrwieder.beer
www.ratsherrn.de
www.vonfreude.de
www.brewcifer.de
www.wildwuchs-brauwerk.de
www.groenwohlder.de
www.craft-market.hamburg

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.