Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Englisch-Unterricht am Wallstreet Institute  - © Jan Gallas

Englisch in Hamburger Unternehmen auf dem Vormarsch

In immer mehr Firmen wird zweisprachig kommuniziert - ob in Videokonferenzen, E-Mails oder im Intranet. Wirtschaft in mehrfacher Hinsicht internationaler

Rund einhundert Staaten sind in Hamburg konsularisch vertreten, die Hansestadt ist das „Tor zu Welt“. Dazu kommt: Die traditionelle Handelstradition hat durch die Globalisierung der Märkte stark an Dynamik gewonnen. Viele Unternehmen durchlaufen eine Entwicklung vom regionalen zum nationalen, internationalen und schließlich zum globalen Markt.

Immer mehr ausländische Unternehmen entscheiden sich für Hamburg

Umgekehrt ist Hamburg ein attraktiver Standort für ausländische Unternehmen. So dürfte die Zahl der ausländischen Unternehmen, die sich neu in Hamburg angesiedelt hat, voraussichtlich auch im Jahr 2015 weiter gestiegen sein. Bis zum Stichtag 1. April 2016 seien für das vergangene Jahr 389 ausländische Unternehmen neu in das Hamburger Handelsregister eingetragen worden, teilte die HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mit. Die Zahl sei ein Zwischenwert, der bis zur endgültigen Auswertung im Herbst noch steige. Bereits 2014 hatten sich insgesamt 580 ausländische Unternehmen neu in Hamburg angesiedelt. Ein klares Zeichen für die zunehmende Internationalisierung der Hansestadt.

Intensive internationale Vernetzung

So sind Englisch-Kenntnisse in Hamburgs Wirtschaft heute unabdingbar – und als Unternehmenssprache auch in traditionellen Hamburger Firmen auf dem Vormarsch. „Seit der Gründung der Hamburg School of Business Administration (HSBA) vor 12 Jahren ist die Bedeutung von Englisch als Unternehmenssprache enorm gewachsen“, bestätigt HSBA-Geschäftsführer Dr. Uve Samuels. Zum Konzept der Hochschule der Hamburger Wirtschaft, die in Kooperation mit rund 250 Hamburger Unternehmen duale und berufsbegleitende Bachelor- und Master-Studiengänge anbietet, gehörte von Beginn an große Teile des Unterrichts in englischer Sprache zu unterrichten.

Sieben der neun Studiengänge können sogar komplett auf Englisch studiert werden. „Das hat mit der intensiven internationalen Vernetzung zu tun, die durch den Einsatz moderner Informationstechnologien möglich geworden ist“, erläutert Samuels. In immer mehr Unternehmen werde in Videokonferenzen, E-Mails und im Intranet auf Englisch gesetzt – „ohne gute Englischkenntnisse wird es schwierig am Ball zu bleiben.“

30 Nationen bei InnoGames

Ob bei der Otto Group, Airbus oder auch kleineren Unternehmen: Englisch wird als Unternehmenssprache zunehmend selbstverständlicher – nicht nur wegen globaler Verflechtungen. Auch die Internationalisierungsquote steigt, immer mehr Mitarbeiter aus dem Ausland müssen sprachlich integriert werden. Besonders groß ist die Zahl internationaler Mitarbeiter in der Hamburger Games Branche. So arbeiten bei dem Spieleentwickler InnoGames derzeit 30 Nationen.

Klassischer Sprachkurs oder E-Learning

Auch Sprachschulen haben diese Nachfrage erkannt und bieten Fremdsprachen-Auffrischung per klassischem Sprachkurs oder E-Learning an. Das „Wall Street Institute“ (WSI) etwa setzt auf einen Mix aus Blended Learning und klassischen „English-Classes“. Das erlaubt einen flexiblen ´Stundenplan`, der sich in den Berufsalltag integrieren lässt.

Wenn es mit dem English-Update möglichst schnell gehen soll, rät Otmar Tibes, Geschäftsführer des Fremdsprachen-Instituts Colon, zu einer Kombination von Abendkurs und Einzelunterricht. „Während im Abendkurs einmal in der Woche der praktische Sprachgebrauch grundsätzlich behandelt wird, könnte der Einzelunterricht Fachvokabular ergänzen.“

In Hamburgs Wirtschaft ist eine Vielzahl von Sprachen gefragt

Colon bietet insgesamt 18 verschiedene Sprachen an, von europäischen Sprachen bis hin zu Chinesisch und Arabisch – schließlich ist in Hamburgs Wirtschaft eine Vielzahl von Sprachen gefragt. Die Sprachschule Berlitz bringt es sogar auf gut 20 Sprachen, darunter Türkisch, Russisch oder Japanisch, und die Inlingua Sprachschule ergänzt ihr Angebot durch interkulturelle Trainings, damit die richtige Vokabel auch im richtigen, zwischenmenschlichen Kontext zur Anwendung kommt. Als Vertreter ihrer jeweiligen Landessprache und -Kultur präsentieren sich zudem Einrichtungen, wie das „Institut Francais“, das „Istituto Italiano di Cultura“ oder das „Instituto Cervantes“. Für alle, die nur schwer fixe Termine in ihren Kalender integrieren können, ist Fernlehre eine gute Alternative.

Erfolgsfaktor für viele Branchen

Auch für die Hamburger Tourismuswirtschaft sind Sprachen ein wichtiges Thema. Hamburg hat sich als eines der beliebtesten Städtereiseziele in Europa etabliert. Insgesamt 6,3 Millionen Gäste sorgten im Jahr 2015 für 12,6 Millionen Übernachtungen. Besonders auch die Übernachtungen aus dem Ausland konnten gesteigert werden. Da werden englischsprachige Angebote vor allem auch für Gastronomie und Handel zu einem wesentlichen Erfolgsfaktor.
ys/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hsba.de
www.tourismus-hamburg.de

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