Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Kemm'sche Kuchen - © Kemm 1782 Hamburg GmbH

Die Kemm’schen Kuchen kehren nach Hamburg zurück

Single-Kekse, Hamburger Events und neue Märkte - 2016 stehen für das Traditionsgebäck zahlreiche neue Geschäftsideen auf dem Plan. Unter anderem sollen gezielt Hamburg-Touristen angesprochen werden

Seit dem 1. Oktober 2015 ist Keksfabrikant Georg Parlasca neuer Geschäftsführer der Kemm 1782 Hamburg GmbH. Als erste Amtshandlung verlegte er den Firmensitz der Keksmarke aus Krefeld in Nordrhein Westfalen zurück nach Hamburg. Produziert werden die kleinen Kuchen in Burgdorf bei Hannover, wo Parlasca seine Keksfabrik hat. In erfolgreichen Jahren verkaufte das Unternehmen bis zu zwei Millionen Beutel der braunen Kuchen. Dahin möchte der Unternehmer zurück, denn zuletzt war der Absatz auf rund 700.000 Stück gesunken.

Neuer Onlineauftritt

“Hamburg und Kemm sollen künftig wieder eine Einheit bilden”, erklärt Jens Wohlrab, der seit Januar 2015 Marketing und Vertrieb bei Kemm verantwortet. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen Kemm’sche Kuchen beispielsweise mit Verkaufsständen auf Hamburger Events, wie dem Hafenfest oder dem Alstervergnügen, vertreten sein. Die frisch gelaunchte Website zeige, dass die Kemm’schen Kuchen auch online neue Wege gehen. “Zur Zeit planen wir unsere Facebook-Seite und einen Blog, um unsere braunen Kuchen noch stärker zu vermarkten”, so Wohlrab. Online erhältlich ist das Kultgebäck im Internet-Süßwarenversand World of Sweets.

Touristen ansprechen

2016 werden die Unternehmer einen neu kreierten Butterkeks in das Sortiment aufnehmen. “Darüber hinaus”, verrät Wohlrab “wollen wir im nächsten Jahr zu Weihnachten ein weiteres Gebäck auf den Markt bringen.” Genauere Informationen würden aber vorerst nicht bekannt gegeben. Mit drei Kekssorten sei das Produktportfolio dann erstmal ausgelastet – schließlich solle der Markenkern erhalten bleiben. Ein weiterer Schritt in Wohlrabs Marketing-Offensive ist der Vertrieb einzeln verpackter Kemm’scher Kuchen über Hamburger Gastronomen und Hoteliers. “Als kostenlose Beigabe zu einer Tasse Kaffee wollen wir gezielt auch Hamburg-Touristen ansprechen.”

Regionale Partner

Neben den braunen Kuchen gehören nostalgische Blechdosen zum Kemm’schen Kult. Deren Verzierung soll künftig um einige typische hanseatische Motive, wie die Köhlbrandbrücke, den Hamburger Dom oder den Wasserträger Johann Wilhelm Bentz, auf den der Hamburger Gruß „Hummel, Hummel – Mors, Mors“ zurückzuführen ist, erweitert werden. Das Design der Dosen übernimmt die Hamburger Agentur Teamnorden, die bereits Tragetaschen für Kemm entworfen hat. Und auch sonst setzen die Unternehmer konsequent auf regionale Partner. “Vom Roggenmehl bis zum braunen Sirup werden so viele Zutaten wie möglich in Hamburg und Umgebung eingekauft”, so Wohlrab.

Internationale Märkte

Langfristig sollen die Kemm’schen Kuchen über die Hansestadt hinaus Kultstatus erreichen. Hierzu würden gerade erste Tests in Wuppertal durchgeführt. Geplant sei zunächst eine verstärkte Expansion nach Schleswig-Holstein, Bremen und Ostfriesland. Später werde sich zeigen, ob sich die Kemm’schen Kuchen auch international durchsetzen.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.kemm-hamburg.de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.