Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
China Time 2010 chinesischer Markt - © www.mediaserver.hamburg.de/C.Spahrbier

China-Debatte: Konkurrent oder Kooperationspartner?

Hamburger Firmen sehen in Chinas Innovationsoffensive auch Chancen für das eigene Geschäft. Thema auf der Wirtschaftskonferenz „Hamburg Summit"

In der chinesischen Innovationskraft liegen auch Chancen und Möglichkeiten für die heimische Wirtschaft – so das Fazit der Veranstaltung „Verschläft die deutsche Wirtschaft Chinas Innovationsoffensive?“ am Montag in der Handelskammer Hamburg. „Deutschland ist ein etablierter Standort für Forschung und Entwicklung. Von einer Steigerung der Innovationskraft in China kann auch Hamburg als Standort profitieren, denn indem wir Technologiepotenziale ausschöpfen, entwickeln wir unsere Welt stetig weiter“, sagte Achim Kempe, Geschäftsführer des Hamburger Chip-Herstellers NXP Semiconductors Germany GmbH.

Konkurrent auf Augenhöhe

Wie auch die Hamburg News berichteten, hatte NXP in der vergangenen Woche bekanntgegeben, die Standardhalbleiter-Sparte an ein chinesisches Investorenkonsortium verkaufen zu wollen, um sich auf seine High-End-Produkte zu konzentrieren. Im Rahmen der „Made in China 2025“-Strategie will China seine Innovationskraft und die Digitalisierung der Industrie bis 2025 deutlich steigern. „Wenn es China gelingt, diese Strategie umzusetzen, dann wird das Land im Spitzentechnologiebereich für Deutschland zu einem Konkurrenten auf Augenhöhe“, sagte Prof. Dr. Sebastian Heilmann, Direktor des Mercator Institute for China Studies (MERICS), auf der Veranstaltung, die sein Institut gemeinsam mit der Handelskammer und dem OAV German Asia-Pacific Business Association ausrichtete.

Strategien verbinden

Für deutsche Unternehmen intensiviert sich also der Wettbewerb, es eröffnen sich aber auch neue Möglichkeiten für Kooperationen im Bereich Forschung und Entwicklung (F&E). Mit diesem Thema befasst sich auch ein Forum bei der Wirtschaftskonferenz „Hamburg Summit: China meets Europe“, die vom 14. bis 16. September in der Handelskammer stattfindet. „Wenn es gelingt, das deutsche Modell Industrie 4.0 mit der Made-in-China 2025-Strategie zu verknüpfen, wäre das ein großer Schritt für die deutsch-chinesischen Wirtschaftsbeziehungen“, sagt Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz. Beim diesjährigen „Hamburg Summit“ diskutieren europäische und chinesische Unternehmer, wie F&E-Kooperationen die Wirtschaftsbeziehungen verbessern können und welche Rahmenbedingungen erforderlich sind, um die Zusammenarbeit weiter auszubauen.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hk24.de
www.hamburg-summit.com

Der wichtigste Markt für den Hamburger Hafen

Für Hamburgs Hafenwirtschaft ist China der wichtigste Handelspartner. So beträgt der Anteil Chinas am gesamten Containerumschlag im Hamburger Hafen rund 29 Prozent. Auch für den deutschen Außenhandel mit China ist Hamburg mit einem Anteil von 50 Prozent an der importierten oder exportierten Tonnage der führende Umschlagplatz. Im ersten Quartal 2016 wurden demnach im Containerverkehr zwischen China und Hamburg 651.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) transportiert – im Vergleich zum Vorquartal eine Steigerung um 10 Prozentpunkte.
(Angaben: Hafen Hamburg Marketing e.V. vom Juni 2016)

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