Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
© Robert Kai Hegeler

Bündnis zwischen Stadt und Wohnungswirtschaft

Die Vereinbarung sieht den Bau von 10.000 Wohnungen pro Jahr vor. Handelskammer regt ähnliches Bündnis für Gewerbeflächen an

Der Hamburger Senat und die Bauwirtschaft haben sich auf den Bau von 10.000 Wohnungen pro Jahr in Hamburg geeinigt. Darunter sollen 3.000 geförderte Wohnungen sein, teilte die Hamburger Baubehörde am Dienstag mit. Im Beisein des Ersten Bürgermeisters Olaf Scholz haben Vertreterinnen und Vertreter der Stadt sowie der Wohnungswirtschaft die Vereinbarung zum Bündnis für das Wohnen in Hamburg für die 21. Legislaturperiode unterzeichnet.

Umfangreiche Regelungen

Die Vereinbarung enthält unter anderem Passagen zur städtischen Grundstückspolitik, in deren Rahmen Grundstücke für mindestens 2.000 Wohnungen im Jahr zur Verfügung gestellt werden sollen, zum Anteil des geförderten Wohnungsbaus auf privaten Flächen, zum Erhalt der für Hamburg prägenden Backsteinfassaden, zum Thema Klimaschutz und Energieeffizienz in den Quartieren, zur Versorgung vordringlich wohnungsuchender Haushalte mit Wohnraum sowie zu mietrechtlichen Fragestellungen.

Erster Bürgermeister Olaf Scholz: „Seit 2011 sind fast 50.000 Wohneinheiten genehmigt und rund 20.000 fertiggestellt worden. Das sind bemerkenswerte Zahlen. Und wir werden das neue Ziel, jährlich mindestens 10.000 Wohneinheiten zu genehmigen, ebenso zuverlässig ins Auge fassen. Unsere Doppelstrategie „Mehr Stadt in der Stadt“ und „Mehr Stadt an neuen Orten“, mit der wir weitere Flächen aktivieren, bildet dafür eine solide Grundlage.“

Auch der Umweltsenator begrüßt das Bündnis

„Das Bündnis für das Wohnen ist ein Erfolgsmodell für Hamburg. Es freut mich sehr, dass wir jetzt die Grundlage gelegt haben, um die kooperative Wohnungspolitik des Senats fortsetzen zu können”, sagte Stadtentwicklungssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt. “Viele Menschen ziehen nach Hamburg und dieses Wachstum braucht Wohnungsbau, um den Wohnungsmarkt nachhaltig zu entlasten.” Auch Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan sagte, er unterstütze die Zielmarke von jährlich 10.000 Wohnungen voll und ganz. Wohnungen sollten vor allem durch Nachverdichtung entstehen und nur in Ausnahmefällen auf Grünflächen. Andreas Breitner, Direktor des Verbandes norddeutscher Wohnungsunternehmen, VNW: „Wir brauchen schnell mehr bezahlbare Wohnungen – das geht nur durch beschleunigten und kostengünstigeren Wohnungsbau. Das Bündnis schafft dafür die Voraussetzungen.”

Handelskammer mahnt Bündnis für Gewerbeflächen an

„Die Neuauflage des 'Bündnisses für das Wohnen’ ist ein wichtiger Schritt, um den Wohnungsneubau in unserer Stadt voranzubringen, er bleibt jedoch unvollständig, wenn er nicht durch ein Bündnis für Gewerbeflächen ergänzt wird”, so Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg, in einer Stellungnahme zur Neuauflage des Bündnisses für das Wohnen Hamburg. “Menschen müssen nicht nur wohnen, sondern auch arbeiten, weshalb die Ausweisung neuer Gewerbeflächen ebenfalls ein Schlüssel für die gedeihliche Entwicklung Hamburgs ist. Deshalb fordern wir den Senat auf, nach dem Vorbild des Bündnisses für das Wohnen auch ein Bündnis für die Gewerbeflächen aufzusetzen, an dem die Hamburger Wirtschaft gerne aktiv mitwirkt.”

Zum „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“

Der Senat schloss am 4. Juli 2011 mit den Bezirken den „Vertrag für Hamburg – Wohnungsneubau“ und am 20. September 2011 das „Bündnis für das Wohnen in Hamburg“ mit den wohnungswirtschaftlichen Verbänden und SAGA GWG unter partnerschaftlicher Beratung der Hamburger Mietervereine. Mit dem Bündnis praktizieren Senat, Wohnungswirtschaft und Mietervereine gemeinsam den regelmäßigen Austausch zur Lösungsfindung für eine attraktive und sozialverträgliche Ausweitung und Weiterentwicklung des Hamburger Wohnungsmarktes.
kk

Quellen und weitere Informationen:
www.bsw.hamburg.de
www.hk24.de

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