Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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Hamburger betonen hohe Bedeutung der Industrie

Industrieverband, Wirtschaftsbehörde, Handelskammer und DGB Nord präsentieren repräsentative Befragung

Drei Viertel der Hamburger sind der Meinung, dass die Industrie eine „wichtige bis unverzichtbare Rolle“ für die Zukunft der Stadt einnimmt. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage zur Akzeptanz von Industrie in Hamburg, die im Zuge der Umsetzung des Masterplans Industrie durchgeführt wurde. Eine deutliche Mehrheit (66 Prozent) verbindet mit unserer Industrie positive Begriffe und Merkmale wie „Steuereinnahmen für die Stadt“ (74 Prozent), „Ausbildungsmöglichkeiten“ (66 Prozent) und „Wohlstand“ (62 Prozent). 65 Prozent der Befragten meinen, die Industrie stärke das Ansehen der Stadt. Gleichzeitig erwarten 80 Prozent der Teilnehmer der Befragung von der Industrie „mehr Informationen, Transparenz und ein offenes Ohr für die Belange der Bürger“.

Je bessere Kenntnis, desto positiveres Bild

Auffällig ist: Je höher die Kenntnis über Industriebetriebe in der Stadt, desto positiver fällt das Meinungsbild der Befragten aus. Rund 51 Prozent verbinden mit Industrie in Hamburg neutrale bis positive Begriffe. Nur elf Prozent der Bürger denken bei „Industrie“ intuitiv eher an Negatives. 38 Prozent der Hamburger haben spontan keine konkreten Gedanken oder Emotionen, wenn sie etwas mit “Industrie in Hamburg” verbinden sollen. 20 Prozent der Hamburger sind außerdem bereit, für „die Zukunftssicherung der Hamburger Industrie“ persönliche Beeinträchtigungen wie Geräusche und Gerüche zu akzeptieren. Eine Zunahme des Straßenverkehrs, etwa durch die Ansiedlung neuer Industriebetriebe, würden 30 Prozent der Befragten hinnehmen.

Für die zukünftige Entwicklung Hamburgs messen die Bürgerinnen und Bürger der Industrie mit ihren „vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten“ sowie „guten Arbeitsbedingungen“ und „hohen Sicherheitsstandards“ eine hohe positive Bedeutung zu. Dies gaben 80 Prozent der Befragten als „Erwartungen“ an.

Erhebung geht gemeinsamen Aktivitäten voraus

Befragt wurden 1.005 Hamburgerinnen und Hamburger zwischen dem 19. und 30. Oktober 2015. Die Erhebung soll dabei helfen, gemeinsame Aktivitäten der Träger des Masterplans Industrie vorzubereiten, die die Akzeptanz für die Rahmenbedingungen von Industrie bei der Bevölkerung erhöhen. Das Forschungs- und Beratungsunternehmen Meinecke & Rosengarten und die Kommunikationsagentur RAIKESCHWERTNER führten die Umfrage in Zusammenarbeit mit der Hamburger Wirtschaftsbehörde (BWVI), der Handelskammer Hamburg, dem Industrieverband Hamburg und dem DGB Nord durch.

Hamburg ist ein Industriestandort

Senator Frank Horch, Präses der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, erklärt anlässlich der Präsentation der Befragungsergebnisse am 16. Dezember: „Als Hamburger Wirtschaftssenator bekenne ich mich ausdrücklich zum Industriestandort Hamburg. Die Industrie zählt zu den wichtigsten Arbeit-, Auftrags- und Impulsgebern am Wirtschaftsstandort Hamburg. Das sehen und schätzen auch die Bürgerinnen und Bürger. Wie innovativ und modern Industrie eigentlich ist, wissen die Menschen leider oft nicht. Hier sind alle Beteiligten aufgefordert, für mehr Transparenz zu sorgen und ihr Licht keinesfalls unter den Scheffel zu stellen.“

Positive Grundstimmung

Michael Westhagemann, Vize-Präses Handelskammer Hamburg und IVH-Vorsitzender, kommentiert wie folgt:
“Aus Sicht von Handelskammer und IVH erlauben die Umfrageergebnisse drei zentrale Rückschlüsse: Erstens, die Hamburger wissen um die Bedeutung der Industrie für ihre Stadt und erkennen diese an: 51 Prozent verbinden mit unserer Industrie neutrale bis positive Begriffe. Zweitens, mit dieser positiven Grundstimmung dürfen wir uns nicht zufrieden geben. Denn sie sinkt, je näher der reale Bezug zu den Unternehmen vor Ort ist. Weniger als ein Drittel der Befragten würde unmittelbare Beeinträchtigungen durch Industriebetriebe in Kauf nehmen. Drittens, sind mehr Informationen, Transparenz und ein offeneres Ohr für die Belange der Bürger für die Akzeptanz der Rahmenbedingungen für Industrie – Flächen, Verkehr und Produktion – notwendig. Denn nur knapp jeder Dritte zeigt sich ausreichend informiert. An diesem Punkt sind wir, die Partner des Masterplan Industrie, gemeinsam gefordert.”

Industrie braucht Fürsprecher

Uwe Polkaehn, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord), sagt zu den Befragungsergebnissen: „Die Industrie ist ein wichtiger Anker für nachhaltiges Wachstum und Innovation. Gute Arbeit, gute Ausbildung und die Mitbestimmung müssen weiter gestärkt werden. Industrie braucht Fürsprecher im regionalen Umfeld, um negative Vorurteile abzubauen – Pluspunkte wie Tarifbindung, High-Tech und saubere Fertigung sollten noch mehr kommuniziert werden. Besonderes Augenmerk muss dabei auf die jüngere Generation gelegt werden, auch mit Blick auf den wachsenden Fachkräfteengpass. Wenn Hamburg stark bleiben will, dann braucht die Metropolregion auch eine starke Industrie. Ohne Industrie kein Wohlstand, ohne gute Arbeit kein Fortschritt, an dem alle teilhaben.“
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.bdi-hamburg.de

Über den Masterplan Industrie

Der Masterplan Industrie wurde mit Fassung vom 11. Februar 2014 fortgeschrieben. Die erste Fassung wurde am 30. August 2007 unterzeichnet. Im Masterplan Industrie sind strategische Rahmenbedingungen für die Sicherung und den Ausbau der Industrie in Hamburg beschrieben. Als siebtes Handlungsfeld kam das Kapitel „Akzeptanz der Voraussetzungen für Industrie“ neu hinzu. Dazu heißt es im Masterplan Industrie (Zitat S. 21):

„Eine Stärkung der Akzeptanz für die Industrie in der Bevölkerung lässt sich nach Auffassung der Partner des Masterplan Industrie nur im Dialog mit den relevanten gesellschaftlichen Gruppen und durch eine offene und vertrauensvolle Informationspolitik erreichen. Dazu planen die Partner gemeinsame Aktivitäten. Dazu zählt, unter anderem, die Durchführung einer repräsentativen Befragung der Hamburger Bevölkerung über das Image und die Bekanntheit von Hamburgs Industrie. (…) Diese Untersuchung dient dem Ziel, Erkenntnisse für die gemeinsame Entwicklung von Vorschlägen für Kommunikationsmaßnahmen zur Stärkung der Akzeptanz für die Industrie in der Bevölkerung zu gewinnen.“

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