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Wachsende Zuversicht in Schifffahrtsbranche

Exklusive Studie bestätigt weltweit wachsende Zuversicht in der Branche

Hamburg – Die Zuversicht in der Schifffahrtsindustrie ist innerhalb eines Dreimonatszeitraums bis November 2013 auf das höchste Niveau innerhalb der letzten drei Jahre gestiegen. Das ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie zum “confidence level“ in der Schifffahrtsbranche, die die Shippingexperten des Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs-Netzwerks Moore Stephens jetzt vorgelegt haben. Im Rahmen der Untersuchung konnten die Branchenexperten ermutigende Nachrichten hinsichtlich von Frachtraten und einer erhöhten Investitionsbereitschaft in der Schifffahrtsbranche feststellen.

“Deutlicher Marktaufschwung”

Im November 2013 bewerteten die Befragten ihre Zuversicht in die Märkte, in denen sie tätig sind, auf einer Skala von 1 (niedrig) bis 10 (hoch) mit einer durchschnittlichen Wertung von 6,1. Noch im August 2013 lag dieser Wert bei 5,9. Dies ist der höchste Wert, der seit einer 6,2 im August 2010, also vor über drei Jahren, ermittelt wurde. Als Moore Stephens die Studie im Mai 2008 erstmalig durchgeführt hat, lag dieser Wert bei 6,8. „Wir sehen einen deutlichen Marktaufschwung, auch wenn das Zuversichtsniveau aus den Jahren 2007/2008 noch nicht wieder erreicht wird“, so Dirk Jessen, Schifffahrtsexperte und Partner bei RBS RoeverBroennerSusat, dem deutschen Partner im internationalen Moore Stephens Netzwerk.

Auch die Wahrscheinlichkeit einer großen Investition innerhalb der kommenden zwölf Monate bestätigt den positiven Trend: Auf einer Skala von 1 bis 10 konnte mit 5,8 gegenüber dem Vorergebnis von 5,5 der höchste Wert seit August 2010 erreicht werden.

Die Entwicklung der Nachfrage, Wettbewerb und Finanzierungskosten nannten die Befragten erneut als die drei bedeutendsten Einflussfaktoren für den Erfolg in den kommenden 12 Monaten. Insgesamt gingen die Prozentzahlen für die Nachfrageentwicklung und die Finanzierungskosten um einen Prozentpunkt auf 23 Prozent bzw. 15 Prozent zurück, während der Faktor „Wettbewerb“ unverändert bei 19 Prozent lag. Das Angebot von Tonnage belegt mit 19 Prozent Rang vier, Kraftstoffkosten mit unveränderten 10 Prozent und Betriebskosten mit gleichbleibenden neun Prozent folgen auf den Plätzen fünf und sechs der Einflussfaktoren.

Grundsätzlich rechnen 40 Prozent der Befragten mit einem Anstieg der Gesamtfinanzierungskosten innerhalb der kommenden zwölf Monate. Hinsichtlich der Frachtraten erwarten die Branchen-Insider zum zweiten Mal in Folge für das kommende 12-Monats-Intervall steigende Preise für die Segmente Tanker und Bulker: Der Wert für Tanker ist um fünf Prozentpunkte auf 43 Prozent der Befragten angestiegen, der für Bulker sogar um 14 Prozent auf insgesamt 56 Prozent der Befragten. Lediglich bei den Containerschiffen ist die Zahl der Befragten, die mit einem Preisanstieg rechnen, konstant bei 30 Prozent geblieben.

Schlussfolgerungen: Neues Geld ermöglicht Investitionen

„Die Ergebnisse der aktuellen Umfrage zeigen, dass die Schifffahrtsbranche dem Negativtrend erfolgreiche Maßnahmen entgegen zu setzen hat“, so Dirk Jessen. Auffällig sei zudem, dass sich im Gegensatz zu den vorangegangenen Untersuchungen nur wenige Befragte auf die Auswirkungen der globalen wirtschaftlichen und politischen Situation auf ihr Geschäft bezogen hätten. Das bedeute nicht, dass diese Probleme nicht mehr bestehen aber es ist wohl eine Indikation dafür, dass sich das politische und volkswirtschaftliche Umfeld aus Sicht der Befragten kontinuierlich verbessert und sie sich nun stärker auf die Themen in ihrem näheren Umfeld und Wirkungsfeld beziehen.

Im Zentrum der Betrachtungen stehen Fragen, zu deren Verbesserung oder Lösung die Unternehmer in der Schifffahrtsbranche selbst beitragen könnten.

Die Probleme im unmittelbaren Geschäftsumfeld stellen für die Schifffahrtsbranche eine große Herausforderung dar: zu viele Schiffe für die verfügbare Fracht, noch nicht ausreichender Zugang zu Bankenfinanzierung, steigende Betriebs- und Lohnkosten. Dazu komme das Thema Compliance als neuer wesentlicher Kostenblock sowie steigende Versicherungsprämien. „Diese Probleme werden nicht von alleine verschwinden, aber die Aussicht darauf, die erforderlichen Finanzmittel für deren Lösung aufzubringen, ist heute besser als zuvor“, erläutert Jessen den verhaltenen Optimismus in der Branche.

Von diesem Geld werde einiges für Compliance und steigende Betriebskosten auszugeben sein, aber die Branche ist optimistisch, dass auch Investitionen getätigt werden können. In Verbindung mit den Hinweisen auf steigendes Interesse branchenfremder Investoren seien diese Untersuchungsergebnisse grundsätzlich als gute Nachrichten zu werten. „Gleichwohl birgt die Kombination von neuen Investoren und weiterhin hohen Schiffbaukapazitäten das Risiko, dass trotz zwischenzeitlicher Markterholungen ein Szenario von Überkapazitäten und niedrigen Frachtraten bestehen bleibt“, so Schifffahrtsexperte Dirk Jessen.

Für weitere Informationen:

RBS RoeverBroennerSusat
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Astrid Wallner
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