Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff - © HMG www.mediaserver.de Christian Spahrbier
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Weltweites Hafennetzwerk ChainPORT gegründet

Neben dem Hamburger Hafen sind unter anderen Busan, Singapur und Antwerpen dabei. Hafenbetreiber Eurogate legte indessen gute Jahreszahlen vor

Die Hamburg Port Authority (HPA) treibt die Digitalisierungsstrategie für den Hamburger Hafen voran. Als Gastgeber der IAPH Welthafenkonferenz in 2015 wurden zahlreiche Pilotprojekte im Rahmen des SmartPORT-Konzeptes umgesetzt. Auf Basis dieser Erfahrungen sei jetzt der Gedanke des intelligenten Hafens weiterentwickelt worden. Dazu wurde ein ein internationales Netzwerk zwischen Häfen unter dem Namen „ChainPORT“ gegründet.

Basis für innovative Lösungen

Wie die HPA und der Hamburger Senat am Dienstag weiter mitteilten, soll die weltweite Plattform zum einen wichtige Informationen der jeweiligen Partnerhäfen miteinander vernetzen und zum anderen die Basis schaffen, um gemeinsam neue, zukunftsorientierte und innovative Lösungen zu erarbeiten. Neben dem Hamburger Hafen sind die Häfen Busan, Singapur, Shenzhen, Los Angeles, Felixstowe und Antwerpen Partner in dem Netzwerk. Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch: „Die enorme Zunahme der internationalen Arbeitsteilung und das rasante Wachstum der Weltwirtschaft stützen sich in hohem Maße auf den internationalen Seeverkehr. Die Welt rückt immer näher zusammen. Das spüren wir im Welthandel. Mehr denn je sind wir darauf angewiesen voneinander zu lernen. Denn auch wenn wir in Konkurrenz und Wettbewerb zueinander stehen, so sind wir doch auch darauf angewiesen, uns auszutauschen.“

50 Jahre Container-Schifffahrt

Idee ist es, eine globale Kette aus smartPORTS, den sogenannten ChainPORTS, zu etablieren. Ziel von ChainPORT ist es, Hafenmanagements und ihre Stakeholder zusammenzubringen, um Benchmarks zu teilen und gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie Häfen künftig zusammenarbeiten können, um gemeinsame Ziele zu erreichen. Neben Digitalisierung und Vernetzung wird ein weiteres beutendes Thema der Umgang mit dem Größenwachstum von Containerschiffen sein, das alle Häfen vor Herausforderungen stellt.

Im April 1966 legte das erste Vollcontainerschiff von New York in Richtung Europa ab und leitete damit das Zeitalter der Containerisierung ein. “Zeit, auch eine Rückschau auf 50 Jahre Globalisierung zu nehmen und daraus Anregungen für die Gestaltung der Zukunft zu ziehen”, so die HPA. Die Standardisierung und Rationalisierung von Transporten durch Container waren entscheidende Vorrausetzungen für die Globalisierung.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bwvi
www.hamburg-port-authority.de

Eurogate wächst im schwierigen Markt

Der Hafenbetreiber Eurogate legte indessen am Dienstag seine Jahreszahlen für 2015 vor. Trotz schwieriger Marktbedingungen steigerte die europäische Terminalbetreiber-Gruppe ihren Jahresüberschuss um 13,4 Prozent auf 73,5 Millionen Euro. Der Containerumschlag an den deutschen Eurogate-Standorten wuchs demnach stärker als der Markt.

In Bremerhaven, Wilhelmshaven und Hamburg schlug Eurogate 2015 mit 8,2 Millionen Standardcontainern (TEU) 1,5 Prozent mehr Boxen um als 2014. Die gesamten Nordrange-Häfen verzeichneten im Vergleichszeitraum einen Rückgang von 1,6 Prozent. Die Gesamtmenge der in der europäischen Gruppe umgeschlagenen Container lag mit 14,5 Millionen TEU zwei Prozent unter dem Vorjahresniveau und entsprach der Marktentwicklung: Der Gesamtumschlag der europäischen Seehäfen war 2015 demnach ebenfalls um zwei Prozent rückläufig. Die Umsatzerlöse der Eurogate-Gruppe stiegen um 4,5 Prozent auf EUR 591,3 Millionen (Vorjahr: EUR 566 Millionen). Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 19 Prozent auf EUR 91,1 Millionen (Vorjahr: EUR 76,5 Millionen).

Quelle und weitere Informationen:
www1.eurogate.de

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