Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff
TCO setzt auf die Schiene – Bahncontainer von Hamburg nach China - © HHM/Joanne Oehlers

Von Hamburg nach China: Bahntransporte nehmen zu

Zwischen Hamburg und China werden bereits wöchentlich 177 Containerzugverbindungen angeboten. Auch die Hamburger TCO Transcargo setzt vermehrt auf die Schiene

Die Bahn bekommt im Containertransport von und nach China immer größere Bedeutung. Dieser Trend sei nach Angaben von Hafen Hamburg Marketing schon seit einigen Jahren zu beobachten. Die beteiligten Akteure beziehen die Bahn via Seidenstraße demnach immer häufiger in ihre Transportplanung mit ein.

Die neue Seidenstraße ist für China eines der größten Entwicklungsprogramme seit Jahren: Milliarden werden in Infrastruktur und den Aufbau von Zugverbindungen investiert. Allein zwischen Hamburg und dem Reich der Mitte werden nach Angaben von Hafen Hamburg mittlerweile wöchentlich 177 Containerganzzugverbindungen angeboten. Auch für die Hamburger TCO Transcargo GmbH, Dienstleister für Warenumschlag, Lagerung, Distribution und Containerlogistik, gehören China-Züge mittlerweile zur täglichen Arbeit. Ausgeschöpft sei es aber längst nicht und zudem noch weiteres Potenzial vorhanden. „In erster Linie wickeln wir Bahncontainer im Export nach China ab. Zu Beginn waren es drei bis vier 40-Fuß-Container in der Woche“, erinnert sich TCO-Geschäftsführer Thomas Wolnewitsch. Heute seien es wöchentlich schon 25 Container. Mittlerweile machten die Bahncontainer nach China 10 bis 15 Prozent der Geschäftstätigkeit von TCO aus.

Transportzeit nach China weiter verkürzen

Die Zeitersparnis sei ein wesentlicher Vorteil der Bahncontainer. Auf dem Wasserweg dauere der Transport durchschnittlich sechs Wochen von Hamburg bis China, auf der Schiene geht es mit knapp drei Wochen 50 Prozent schneller. Ziel sei es, den reinen Bahntransport, also die etwa 11.000 km lange Strecke, in sieben bis neun Tagen zu bewerkstelligen. „Zeitlich ist die Bahn also sehr interessant im Vergleich zum Seetransport. Und preislich ist sie sehr attraktiv im Vergleich zur Luftfracht“, so TCO-Geschäftsführer Wolnewitsch. Trotzdem habe das neue Transportsystem keinen nennenswerten Einfluss auf das Transportvolumen im Seefrachtbereich. Dafür seien die Kapazitäten einfach zu gering.

Über die TCO Transcargo GmbH 

Die 1991 in Hamburg gegründete TCO Transcargo GmbH zählt zu den führenden Dienstleistern in den Bereichen Warenumschlag, Lagerung, Distribution und Containerlogistik. TCO verfügt im Hamburger Hafen über zwei Terminals, die an die Containerterminals im Hafen und die Verkehrsknotenpunkte angebunden sind. Auf mehr als 100.000 m² Gesamtfläche mit 25 eigenen, elektronisch gesicherten Lagerhallen, bieten die 150 TCO-Mitarbeiter sämtliche logistische Dienstleistungen für den Import und Export an. Gut 70 Prozent der China-Bahncontainer, die bei TCO abgewickelt werden, beinhalten Autos, die restlichen 30 Prozent verteilen sich auf Maschinen, Stahlcoils sowie Exportladung in Kisten und Kästen. Aufgrund des steigenden Bedarfs soll die Frequenz weiter erhöht werden.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hafen-hamburg.de

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