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A7 Ausbau

Startschuss für das A7-ÖPP-Projekt

1,6 Milliarden Euro-Investition: Start für den sechs- bzw. achtspurigen Ausbau der A 7 zwischen Hamburg und Bordesholm in Schleswig-Holstein

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am 29. September 2014 zusammen mit Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer und Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch den sechs- bzw. achtspurigen Ausbau der A 7 zwischen Hamburg und Bordesholm in Schleswig-Holstein gestartet. Es handelt sich um ein Projekt in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP). Das Volumen des Projektes beträgt rund 1,6 Milliarden Euro.

Wegweisendes ÖPP-Projekt

Dobrindt: „Bei diesem ÖPP-Projekt ist es uns zum ersten Mal gelungen, durch eine Projektanleihe auch institutionelle Anleger an der Finanzierung zu beteiligen. Wir mobilisieren dadurch zusätzliches Kapital, um unsere Verkehrsadern leistungsfähiger zu machen. Das Projekt A 7 hat Pilotcharakter für die neue Generation von ÖPP-Modellen in Deutschland, die wir in dieser Wahlperiode entwickeln. Diese Modelle helfen, Staus aufzulösen und damit einen großen volkswirtschaftlichen Schaden zu verringern.“ Ende August wurden die Finanzierungsverträge für das ÖPP-Projekt Ausbau der A 7 zwischen Neumünster und Hamburg unterzeichnet. Es ist deutschlandweit das zweite als “Verfügbarkeitsmodell” gestaltete ÖPP-Projekt. Dabei erfolgt die Vergütung des ÖPP-Betreibers in Abhängigkeit vom Umfang und der Qualität der Verfügbarkeit der Strecke. Bei Einschränkungen (z. B. Fahrstreifen oder Geschwindigkeit) sowie möglichen Abweichungen von vertraglich definierten Leistungen (z. B. beim Betriebsdienst) wird die monatliche Entgeltzahlung reduziert.

Wichtigste Nord-Süd-Verbindung wird ausgebaut

Meyer: „Die A 7 ist die wichtigste Nord-Süd-Verbindung zwischen Skandinavien und Mitteleuropa. Nun wird es darauf ankommen, durch kluges Baustellen-Management die Beeinträchtigungen während der Bauzeit und die Bauzeit selbst so gering wie möglich zu halten. Das gewählte ÖPP-Modell liefert dem Auftragnehmer dazu gute Anreize, denn je zügiger und gründlicher er arbeitet, desto besser fällt am Ende auch sein betriebswirtschaftliches Ergebnis aus.” Horch: „Mit dem Start des ÖPP-Projektes Ausbau A 7 sind die Weichen für die Zukunft gestellt. Der erste Bauabschnitt für eine leistungsfähige transeuropäische Magistrale bringt durch optimalen Lärmschutz ein erhebliches Plus an Wohn- und Lebensqualität für viele Hamburgerinnen und Hamburger in Schnelsen. Mit Via Solutions Nord haben wir einen kompetenten und erfahrenen Partner an unserer Seite, der gemeinsam mit uns alles daran setzen wird, den Verkehrsfluss während der Bauarbeiten zu gewährleisten.“

Erweiterung in zwei Teilschritten bis Ende 2018

Das Projekt besteht aus zwei Teilbereichen. Zum einen handelt es sich um die Erweiterung des 65 Kilometer langen Autobahnabschnittes zwischen dem Autobahndreieck Bordesholm und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest. Der zweite Bereich umfasst die Erhaltung und den Betrieb des 59 Kilometer langen Abschnitts zwischen der Anschlussstelle Neumünster-Nord und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest. Baubeginn ist im November 2014. Die Fertigstellung erfolgt Ende 2018.

Konsortium auf 30 Jahre verpflichtet

Bei dem ÖPP-Projekt “Verfügbarkeitsmodell A 7” wurden dem Auftragnehmer die Planung und der Bau im Sinne des Lebenszyklusgedankens für einen Zeitraum von 30 Jahren zur Ausführung übertragen. Die Erweiterung soll unter Aufrechterhaltung der derzeit vorhandenen Fahrstreifen fertiggestellt werden. Auftragnehmer ist ein Konsortium, bestehend aus den Unternehmen HOCHTIEF PPP Solutions, DIF Infra und dem regionalen mittelständischen Unternehmen KEMNA BAU. Gemeinsam firmieren diese Unternehmen unter “Via Solutions Nord”. Das Vergabeverfahren wurde im Dezember 2011 gestartet und von der DEGES in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie den Auftragsverwaltungen des Landes Schleswig-Holstein und der Freien und Hansestadt Hamburg durchgeführt.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.bmvi.de, Rubrik „Straße“, ÖPP im Fernstraßenbau“ sowie
www.bmvi.de/SharedDocs

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