Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff
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Hamburger Initiative stärkt deutsche Seeschifffahrt

Gesetzesinitiative konnte sich im Bund durchsetzen. Arbeitgeber dürfen abzuführende Lohnsteuer demach einbehalten. "Vorteil für gesamte maritime Wirtschaft"

Die maritime Branche ist eine innovative Zukunftsbranche und von zentraler Bedeutung für die Exportnation Deutschland. Weil jedoch immer weniger Schiffe unter deutscher Flagge fahren, gehen Ausbildung und Beschäftigung zurück. Es droht der Verlust des seemännischen Know-hows. Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg will dieser Entwicklung entgegenwirken und hat im September 2015 einen Gesetzesentwurf zur befristeten Erhöhung des Lohnsteuereinbehalts in der Seeschifffahrt von derzeit 40 Prozent auf 100 Prozent eingebracht. Nachdem am Donnerstag der Bundestag zugestimmt hat, hat sich an diesem Freitag auch die Mehrheit der Bundesländer dafür ausgesprochen, teilte die Hamburger Wirtschaftsbehörde mit.

Deutsche Flagge wird für Reedereien attraktiver

Nach Genehmigung durch die Europäische Kommission dürfen Arbeitgeber, die eigene oder gecharterte Handelsschiffe betreiben, die gesamte anzumeldende und abzuführende Lohnsteuer, die auf den Arbeitslohn entfällt, der an die Besatzungsmitglieder für die Beschäftigungszeiten auf diesen Schiffen gezahlt wird, abziehen und einbehalten. Die im Vergleich zu anderen Flaggen bestehenden Mehrkosten der deutschen Flagge werden dadurch entscheidend gesenkt. Die deutsche Flagge wird für Reedereien attraktiver und die Voraussetzung für Beschäftigung unter deutscher Flagge maßgeblich verbessert.

Reedereien sind am Zug

„Heute haben wir einen wichtigen Schritt zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Flagge und zur Sicherung des seemännischen Know-hows für die gesamte maritime Wirtschaft in Deutschland erreicht“, so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch. Hamburg habe zusammen mit den Ländern einen zentralen Beitrag zur Fortentwicklung des maritimen Bündnisses erbracht, so Horch weiter. Insbesondere die Reedereien stünden nun im Hinblick auf die deutlich erhöhte finanzielle Förderung in der Verantwortung, ihren Beitrag für Ausbildung und Beschäftigung in der deutschen Seeschifffahrt zu leisten.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bwvi

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