Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff - © HMG www.mediaserver.de Christian Spahrbier
Santa Teresa - © Hamburg Süd

Hamburg Süd trotz schwieriger Marktbedingungen mit positivem Ergebnis

Weichen für die Zukunft gestellt. Zahl der Mitarbeiter stieg um Prozent auf 5.360. Investitionen von 348 Millionen Euro aus dem cash flow

Obgleich die Weltwirtschaft 2014 mit 3,4 Prozent auf Vorjahresniveau verharrte, sind die containerisierten Seetransporte mit 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (3,6 Prozent) stark gewachsen. Allerdings stieg auch im zurückliegenden Jahr die global verfügbare Stellplatzkapazität an Bord von Containerschiffen stärker an als das Transportvolumen. Vorhandene Überkapazitäten konnten daher nicht abgebaut werden, und die Frachtraten gingen in den meisten Verkehren weiter zurück. Entlastend wirkten die ab dem 4. Quartal stark fallenden Treibstoffpreise.

Nord-Süd-Verkehre: Transportvolumen um zwei Prozent gesteigert

Die schlechte wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens, Argentiniens und Venezuelas trug dazu bei, dass die Nord-Süd-Verkehre nur geringes, teilweise negatives Wachstum aufwiesen. Daher konnte die Hamburg Süd zusammen mit ihrer brasilianischen Tochtergesellschaft Aliança ihr Transportvolumen nur um zwei Prozent auf rund 3,4 Millionen TEU (1 TEU = 20 Fuß-Standardcontainer) steigern. Bedingt durch die rückläufigen Frachtraten und den schwachen US-Dollar als Haupt-Erlöswährung sank der Umsatz gleichzeitig um etwa ein Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Das Linienergebnis blieb positiv, lag jedoch deutlich unter dem des Vorjahres.

Schiffe und Container der Hamburg Süd

Die Flotte der Hamburg Süd umfasste per 31. Dezember 2014 insgesamt 168 Schiffe, davon 46 gruppeneigene. 112 Schiffe wurden in den Liniendiensten und 56 ausschließlich gecharterte Schiffe im Trampbereich (Massengutschiffe, Produktentanker) eingesetzt. Wie auch schon im Vorjahr wurde die Flotte um weitere Schiffe der „Cap San“-Baureihe mit einer Kapazität von je 9.600 TEU erweitert. Zusätzliche Schiffe der „San“-Klasse mit 9.000 TEU und ebenfalls einem hohen Anteil an Stellplätzen für Kühlcontainer kamen hinzu. Insgesamt sind nun 13 Schiffe mit einer Stellplatzkapazität von mindestens 9.000 TEU im Einsatz, die mit ihrer großen Reefer-Kapazität hauptsächlich zwischen Asien bzw. Europa und der Ost-Küste Südamerikas im Einsatz sind. Die Cabotage-Flotte der Hamburg Süd-Tochter Aliança wurde ebenfalls um zwei moderne 4.800-TEU Wide-Beam-Schiffe erweitert und die Kosteneffizienz somit weiter gesteigert. Fünf ältere und kleinere Einheiten wurden verkauft, der Containerbestand stieg geringfügig auf 468.000 Units.

Bei einer auf circa 537.000 TEU gestiegenen Gesamtkapazität in der Linie wuchs die durchschnittliche Schiffsgröße von 4.437 TEU auf 4.795 TEU, was Ausdruck der fortgesetzten Effizienzsteigerungsstrategie der Hamburg Süd ist. Weitere drei Cap-San-Neubauten stehen 2015 zur Ablieferung an.

Ausblick 2015

Ende März dieses Jahres übernahm die Hamburg Süd die Liniendienste der Compañía Chilena de Navegación Interoceánica (kurz CCNI) zwischen der Westküste Südamerikas einerseits und Asien, Nordamerika und Europa andererseits. Das Transportvolumen der Schifffahrtsgruppe wächst damit um knapp zehn Prozent oder rund 300.000 TEU. Die Hamburg Süd erreicht in einigen Verkehren die Marktführerschaft und erschließt sich Routen, auf denen sie bislang noch nicht aktiv war.

Neues zweites Standbein: Ost-West-Verkehre

Um das Liniennetzwerk auszubauen und daraus entstehende logistischen Vorteile zu nutzen, erfolgte zum Jahreswechsel der Eintritt der Hamburg Süd in die Ost-West-Verkehre im Rahmen einer Kooperation mit United Arab Shipping Corp. (UASC) mit Sitz in Dubai. Hamburg Süd erhält damit die Gelegenheit, Kapazität zu wettbewerbsfähigen Konditionen zu stellen. Im Gegenzug erhält die UASC Stellplätze auf ausgewählten Südamerika-Routen der Hamburg Süd. Durch die Zusammenarbeit mit UASC verringert die Hamburg Süd die Abhängigkeit von Südamerika und bietet ein erweitertes Netzwerk an, das gut angenommen wird. Zudem erschließt sie sich dadurch weiteres Wachstums- und Kostensenkungspotential auf See und an Land. Angesichts der günstigen Entwicklungen von Treibstoffpreisen und Wechselkursen erwartet die Hamburg Süd-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr ein höheres operatives Ergebnis, dem jedoch außerordentliche Aufwendungen aus der Integration der CCNI-Aktivitäten gegenüberstehen.

Die Hamburg Süd hat ihr für 2020 festgelegtes Umweltziel, die CO2e-Emissionen ihrer Flotte um 26 Prozent gegenüber 2009 zu verringern, bereits jetzt schon erreicht und Ende 2014 ihr CO2e-Reduktionsziel neu definiert. Es sieht für die eigenen und gecharterten Containerschiffe pro Einheit der Transportleistung (TEU x km) eine Verminderung der Emissionen im Zeitraum 2009 bis 2020 um 45 Prozent vor.
him

Quelle und weitere Informationen:
http://hamburg-sued.de

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