Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff
© HHM/D. Hasenpusch

Hamburg stärkt Beziehungen zu Korea

Ehrenamtlicher Botschafter in Seoul ernannt. Schon jetzt zahlreiche Geschäftsverbindungen und koreanische Gemeinde in Hamburg

Hamburg baut die Beziehung zu Korea weiter aus. Der Lufthansa Manager Christopher Zimmer wurde jetzt von Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz zum ehrenamtlichen HamburgAmbassador in Koreas Hauptstadt Seoul ernannt. Christopher Zimmer ist seit fast 30 Jahren in unterschiedlichen Regionen Asiens für die Lufthansa tätig und setzt sich nun in seinem internationalen Netzwerk für die Beziehungen zwischen Korea und Hamburg ein.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Korea und der nordeuropäischen Metropole Hamburg haben eine lange Tradition und reichen bis in das Jahr 1863 zurück, als der Hamburger Kaufmann Heinrich Constantin Eduard Meyer die erste deutsche Handelsfirma in Korea gründete.

Intensive Geschäftsbeziehungen

Seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts gewannen die wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen erheblich an Bedeutung. Nach Angaben der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH haben sich rund 40 Unternehmen in der Metropolregion Hamburg angesiedelt und mehr als 350 Hamburger Unternehmen unterhalten Geschäftsbeziehungen zur Republik Korea.

Hamburg ist das Zentrum der koreanischen Offshore Industrie in Deutschland. Neben namhaften Vertretern aus der Schifffahrt und der Logistik etablieren sich auch Produzenten von Offshore-Windkraftanlagen. Beide Branchen finden eine gute Infrastruktur koreanischer Ingenieursdienstleister in der Hansestadt vor. So ist Hamburg unter anderem Standort für diverse Unternehmen der Hyundai Gruppe, inkl. Hyundai Merchant Marine, für das EU-Hauptquartier von Hanjin Shipping oder für die Windenergiesparte von Daewoo Shipping & Marine Engineering. 144 Hamburger Firmen sind demnach in Korea mit einer Niederlassung vertreten, darunter Hamburger Traditionsunternehmen wie die Helm AG, Hapag-Lloyd, Kühne + Nagel oder Beiersdorf.

Wichtiger Handelspartner des Hamburger Hafens

Mehr als die Hälfte aller Importe aus Korea für den deutschen Markt werden über den Hamburger Hafen abgefertigt. Südkorea ist mit 378.000 TEU (20-Fuß-Standardcontainer) auf Rang vier unter den wichtigsten Handelspartnern des Hamburger Hafens im Containerverkehr. Hauptimportgüter aus Korea, die über den Hafen Hamburg importiert werden, sind nach Angaben von Hafen Hamburg chemische Erzeugnisse sowie Maschinen, Ausrüstungen und Haushaltsgeräte. Im Export werden über den Hansehafen vor allem chemische Erzeugnisse, Nahrungs- und Genussmittel sowie Metalle und Metallerzeugnisse nach Korea umgeschlagen.

Partnerhafen von Hamburg

Der Hafen von Busan, im Südosten der Republik Korea gelegen und fünftgrößter Containerhafen der Welt, ist seit Dezember 2010 Partnerhafen von Hamburg. An den zahlreichen Liniendiensten, die Hamburg mit Busan verbinden, sind auch die Großreedereien Hanjin Shipping und Hyundai Merchant Marine beteiligt. Wie auch die Hamburg Port Authority (HPA) in Hamburg ist die Busan Port Authority ein öffentliches Unternehmen, das als Landlord im neuen und alten Hafen von Busan die Flächen verwaltet.

Koreanische Gemeinde in Hamburg

Hamburg ist seit den sechziger Jahren ein beliebter Standort für Koreaner. Die koreanische Gemeinde Hamburgs – rund 3000 Menschen koreanischer Abstammung leben in Hamburg – verfügt über eine gute Infrastruktur: In Hamburg hat das Korea Trade Center (KOTRA) seinen Sitz und der Ostasiatische Verein e. V. (OAV), der als wichtigster regionaler deutscher Außenwirtschaftsverband auch Korea intensiv wahrnimmt, hat seinen Hauptsitz in Hamburg. In Hamburg befinden sich mehrere koreanische Kirchen und Vereinigungen sowie die Koreanische Schule (seit 1975) und der Arbeitsbereich Koreanistik der Universität Hamburg. Nach der Schließung im Jahr 1999 wurde das Generalkonsulat der Republik Korea im März 2008 offiziell wiedereröffnet.
ker

Quelle und weitere Informationen:
www.hwf-hamburg.de
www.hafen-hamburg.de

Die HamburgAmbassadors

Die HamburgAmbassadors sind ein internationales Netzwerk der Freien und Hansestadt Hamburg, durch das die Bekanntheit der Stadt weltweit weiter gesteigert wird. Die HamburgAmbassadors üben ein Ehrenamt aus, in das sie von Hamburgs Ersten Bürgermeister berufen werden. Offiziell treten die ernannten Personen im Ausland als “Honorary Representative of the Free and Hanseatic City of Hamburg” auf.

Die HamburgAmbassadors sind Persönlichkeiten, die mit der Hansestadt eng verbunden sind, dauerhaft im Ausland leben und dort eine herausragende Position in Wirtschaft, Kultur oder Gesellschaft einnehmen. Sie werben für die Stadt bei geschäftlichen Anlässen, durch einzelne Vorträge oder beispielsweise auf von ihnen ausgerichteten “Hamburg”-Abenden, zu denen Freunde, Geschäftspartner und Top-Entscheider eingeladen werden. Darüber hinaus werden die HamburgAmbassadors in die Planung von Messen, Tagungen, Kongressen und Empfängen einbezogen und unterstützen mit ihren Kontaktnetzwerken die Vorbereitung von Auslandsaktivitäten der Stadt. Das Amssador Programm ist organisatorisch bei der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH verankert.
www.hwf-hamburg.de

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