Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff
© Messe Hamburg Michael Zapf

Seatrade Europe in den Hamburger Messehallen

Volle Auftragsbücher und positive Stimmung auf den Werften: In den Orderbüchern stehen bis 2018 derzeit 29 weitere Schiffe. Boom bei Hochsee- und Flusskreuzfahrten

Deutschland ist Europameister in Sachen Kreuzfahrten. Rund 1,8 Millionen Deutsche verbrachten 2014 laut Branchenverband CLIA (Cruise Lines International Association) ihren Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff – damit löst die Bundesrepublik den bisherigen europäischen Primus Großbritannien ab. Weltweit liegen nur noch die Amerikaner vor den deutschen Kreuzfahrt-Fans. Auch der Hamburger Hafen profitiert von dem weltweiten Kreuzfahrt-Boom.

Das Potenzial ist offenbar noch nicht ausgeschöpft: „Bis 2016 wollen wir die Zwei-Millionen-Marke knacken, bis 2020 peilen wir noch einmal eine weitere Million Passagiere an“, sagt Michael Ungerer, Vorsitzender von CLIA Deutschland. Beste Voraussetzungen für die Seatrade Europe, die Europäische Leitmesse für Kreuzschifffahrt und Flusskreuzfahrt, die vom 9. bis 11. September auf dem Hamburger Messegelände stattfindet.

„Hamburg welcomes you on Board“

Insgesamt steht Hamburg bis zum 13. September ganz im Zeichen der Kreuzfahrt. Unter dem Motto „Hamburg welcomes you on Board“ bieten neben den Hamburg Cruise Days und der Seatrade Europe viele weitere Events einen Einblick in die Welt der Kreuzfahrt. Den Anfang machte am 4. September das Light Up des Lichtkunstwerk Blue Port Hamburg, das den Hamburger Hafen zehn Tage in magisches blaues Licht hüllt.

Riesenmarkt Kreuzfahrt

Nicht nur Deutschland, ganz Europa ist im Kreuzfahrt-Fieber: 6,4 Millionen Europäer unternahmen im vergangenen Jahr eine Kreuzfahrt – 30.000 mehr als im Vorjahr. Auch im laufenden Jahr soll der Markt weiter wachsen. Weltweit soll es in diesem Jahr erstmals mehr als 23 Millionen Kreuzfahrtpassagiere geben.

„Diese Messe ist die international bedeutendste Fachmesse der Kreuzfahrtbranche außerhalb der USA. Hier werden in intensiver Arbeitsatmosphäre Erfahrungen ausgetauscht, Trends ausgelotet und Geschäfte gemacht“, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress GmbH. Ob Werft oder Schiffsausrüster, Klassifikationsgesellschaft oder Tourismusorganisation, Kreuzfahrthafen oder Reiseveranstalter: Bei der Seatrade Europe sind Vertreter aus allen Bereichen der Wertschöpfungskette vor Ort.

Viele Aussteller zum ersten Mal dabei

Rund 250 Aussteller aus über 50 Nationen präsentieren sich den Fachbesuchern mit ihren Produkten und Dienstleistungen rund um die Kreuz- und Flusskreuzschifffahrt. Zahlreiche Unternehmen präsentieren sich dabei zum ersten Mal der Kreuzfahrtbranche. Mit dem Newcomers‘ Pavilion bietet die Fachmesse für Neueinsteiger eine ideale Plattform, um den Kontakt zu Reedereien und Werften herzustellen.

Konferenzprogramm und Gemeinschaftsstände

Parallel zum Geschehen in der Ausstellungshalle A4 präsentieren Experten aus allen Bereichen der Industrie auf dem Fachkongress der Seatrade Europe den aktuellen Status quo und diskutieren Herausforderungen und Chancen. Rund 600 Delegierte aus aller Welt werden daran teilnehmen. „Auch in diesem Jahr konnten wir wieder das Who is Who der Branche gewinnen. Wir erwarten mehr als 40 internationale Referenten, die sich den drängenden Themen des Marktes widmen“, so Bernd Aufderheide.

Trends und Umwelttechnologien

Die Seatrade beginnt am Mittwoch, den 9.9., mit der Opening-Session „The State of the Industry in Europe“. Auf dem Podium sitzen erfahrene Kreuzfahrtmanager aus aller Welt – darunter David Dingle (Carnival UK und Vizevorsitzender der CLIA Europe), Manfredi Lefebvre d’Ovidio (Silversea Cruises), Wybcke Meier (TUI Cruises), Gianni Onorato (MSC Cruises), Dominic Paul (Royal Caribbean International, Celebrity Cruises & Azamara Club Cruise), Karl J. Pojer (Hapag-Lloyd Cruises) und Michael Thamm (Costa Crociere). An den folgenden Tagen werden Themen wie zukünftige Trends im Schiffsdesign und der Einsatz neuer Umwelttechnologien beleuchtet.

Volle Auftragsbücher

Die Messe vermeldet positive Stimmung auf den Werften: In den Orderbüchern stehen für den Zeitraum 2015 bis 2018 derzeit 29 weitere Schiffe. Sieben neue Kreuzfahrtschiffe sollen 2015 auf Reisen gehen. Bei den meisten handelt es sich um Schwesterschiffe – etwa bei „Mein Schiff 4“ der TUI Cruises oder bei der „Norwegian Escape“ der Norwegian Cruise Line. In der Meyer Werft in Papenburg ist Mitte Februar die „Anthem of the Seas“ vom Stapel gelaufen – mit 168.600 Tonnen und 348 Metern Länge das größte je in Deutschland gebaute Kreuzfahrtschiff. Und es gibt weitere Aufträge für die Meyer-Werft. Der US-Konzern Carnival will von 2019 bis 2022 neun neue Kreuzfahrtschiffe bauen lassen. Fünf der Milliarden-Aufträge gehen an die italienische Fincantieri-Werft, vier an die Meyer Werft in Deutschland und Finnland.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.seatrade-europe.com
www.hamburg-messe.de

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