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Brunsbüttel - © Brunsbüttel Ports

Fraunhofer untersucht LNG-Potenziale am Standort Brunsbüttel

Im Herbst werden erste Ergebnisse vom Fraunhofer Center für Maritime Logistik erwartet. Potenzial für einen Flüßigerdgas-Terminal ist bereits gegeben

Der Industrie- und Hafenstandort Brunsbüttel hat sich in den vergangenen Monaten als potenzieller Standort für ein LNG-Terminal positioniert. Der seeschifftiefe Elbehafen der Brunsbüttel Ports GmbH, die bereits vorhandenen Erfahrungen im Handling von ähnlichen Gütern sowie verfügbare Freiflächen bieten gute Rahmenbedingungen für die Errichtung einer LNG-Infrastruktur, heißt es in einer Mitteilung von Hafen Hamburg Marketing.

Lieferung an Industrie ebenfalls möglich

Die Verkehrswege von und nach Hamburg sowie in den Nord-Ostsee Kanal passieren Brunsbüttel. Eine LNG-Versorgung der Häfen Hamburg, Cuxhaven und Bremerhaven sei aufgrund der geographischen Lage ebenfalls denkbar. Neben der Versorgung der Seeschifffahrt mit Flüßigerdgas (Abkürzung LNG für engl. liquefied natural gas) wären auch die ansässigen Industrieunternehmen aus der Chemiebranche potenzielle LNG-Nutzer. Die europaweite LNG-Belieferung an Industrieunternehmen und weitere Nutzer im Binnenland könnte ab Brunsbüttel mit Bahn und LKW erfolgen, heißt es weiter. Eine Kooperation mit dem Hamburger Unternehmen VTG, das kürzlich den ersten Kesselwaggon für den Transport von LNG im Schienenverkehr vorgestellt hat, besteht bereits.

Etablierung und Entwicklung

Die Grundvoraussetzungen zur Errichtung einer LNG-Infrastruktur wären demnach somit gegeben. Eine Investitionsentscheidung werde aber auch insbesondere von der Frage beeinflusst, unter welchen Voraussetzungen eine geeignete LNG-Infrastruktur etabliert und entwickelt werden kann. Aus diesem Grund haben das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie des Landes Schleswig-Holstein, die egeb:Wirtschaftsförderung und die Brunsbüttel Ports GmbH gemeinsam das Fraunhofer CML beauftragt, in einer unabhängigen Studie die Potenziale für eine LNG-Infrastruktur zu untersuchen.
Der Abschluss der Untersuchung sowie die Vorstellung der Ergebnisse werden für Herbst dieses Jahres erwartet.
pk/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hafen-hamburg.de

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