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HafenCity Universität - © HCU Hamburg

Die Fehmarnbelt Days'16 in Hamburg

Vom internationalen Netzwerktreffen erwartet die Wirtschaft wichtige Impulse. Bürger, Politiker und Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutieren

Die dritten Fehmarnbelt Days (FBD 2016) finden dieses Jahr vom 20. bis 22. September in der HafenCity Universität in Hamburg statt. Die Besucher des dreitägigen Events diskutieren, wie sich die Region im Zuge des geplanten Baus des Fehmarnbelt-Tunnels weiterentwickeln kann. Die Wirtschaft erwartet von den Gesprächen weitere wichtige Impulse. An den Konferenzen und Diskussionsforen nehmen Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sowie interessierte Bürger teil. Die ersten beiden FBDs fanden 2012 in Lübeck und 2014 in Kopenhagen statt.

Auf den Fehmarnbelt Days werden Schlüsselthemen der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit besprochen – Infrastruktur, Tourismus, Arbeitsmarkt, Transport und Logistik sowie Bildung und Forschung. Den Auftakt macht die Eröffnungsveranstaltung mit anschließendem Senatsempfang unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Olaf Scholz.

Wirtschaftliche Beziehungen vorantreiben

Dänemark ist für Hamburg eines der wichtigsten Partnerländer überhaupt. Rund 900 Hamburger Unternehmen unterhalten nach Handelskammer-Angaben Geschäftsbeziehungen zu Dänemark, davon mehr als 200 mit Vertretungen, Niederlassungen oder Werken im nördlichen Nachbarland selbst. Umgekehrt sind etwa 250 dänische Unternehmen mit Niederlassungen in Hamburg vertreten. Die Hansestadt ist für die dänische Wirtschaft der wichtigste Standort in Deutschland. Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist für die Wirtschaftsförderer zur Entwicklung der Region bereits heute gelebte Praxis.

Auf den Fehmarnbelt Days präsentieren sich die Wirtschaftsförderer Hamburgs, der Metropolregion, Kopenhagens und aus dem schwedischen Schonen gemeinsam. „Betrachtet man die Fehmarnbelt Region aus Asien oder Nordamerika, so verwischen die Unterschiede. Durch die Belt Querung rücken wir noch näher zusammen. Eine gemeinsame Vermarktung des Wirtschaftsstandorts ist da eine logische Konsequenz”, so Dr. Rolf Strittmatter, Geschäftsführer der HWF Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbH.

Großes Interesse

Die Fehmarnbelt Days werden gemeinsam vom Fehmarnbelt Business Council (FBBC), dem Fehmarnbelt Committee (FBC), der Hansestadt Hamburg, dem Ostseenetzwerk STRING sowie der mit der Planung und dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels beauftragten Femern A/S organisiert. In Kopenhagen waren insgesamt rund 750 Teilnehmer registriert. In Hamburg wird mit mindestens so vielen Teilnehmern gerechnet.

Wichtige Impulse für die gesamte Region

“Mit der Realisierung der festen Fehmarnbelt-Querung wird die Wirtschaft in Norddeutschland neue und wichtige Impulse erhalten. Gleichzeitig ergeben sich durch die dann noch besser verbundenen Metropolregionen Hamburg und Kopenhagen/Malmö viele neue Chancen für die Wirtschaft im Ostseeraum” sind Friederike C. Kühn, Präses der IHK zu Lübeck, und Hans Thon, Präsident der IHK zu Schwerin überzeugt. Auf Ihrer bereits zweiten gemeinsamen Vor-Ort-Tour besuchten die Mitglieder beider IHK-Vollversammlungen am 31. August 2016 den Fehmarnbelt.

„Die feste Fehmarnbelt-Querung wird Transportentfernungen im Schienengüterverkehr verkürzen und Gütertransporte insgesamt vereinfachen. Zugleich reduzieren sich Reisezeiten und machen die HanseBelt Region für Touristen aus Dänemark und Südschweden noch attraktiver. Und nicht zu Letzt wird ein kultureller Austausch das Lebensgefühl einer ganzen Region positiv beeinflussen und zu mehr Lebensqualität führen”, so Kühn weiter. “Wir als IHK zu Lübeck sind davon überzeugt, dass die Möglichkeiten die Risiken des Projekts mehr als aufwiegen können und tun alles dafür, die Unternehmen beim Ergreifen dieser Chancen zu unterstützen.”

Drehscheibe für Nordeuropa

Ein guter Ausbau der Infrastruktur zu Skandinavien ist bedeutend für die wirtschaftliche Entwicklung in der Metropolregion Hamburg. „Hamburg ist die Drehschreibe für Nordeuropa. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird uns dabei helfen, diese Aufgabe noch einmal besser zu erfüllen. Schon die nächste Generation kann in Schleswig-Holstein wohnen und in Kopenhagen arbeiten“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz im Juni beim Sommerempfang des Dänischen Botschafters in Berlin. Durch den Fehmarnbelt-Tunnel wird die dänische Hauptstadt von Hamburg aus künftig schneller zu erreichen sein als Köln.

Messe im Foyer der Uni

Unter den weiteren Programmpunkten der FBDs ist zum Beispiel eine Präsentation der Baltic International Summer School (BISS), zu der sich jährlich 60 Studierende aus sieben Ländern des Ostseeraums an der HafenCity Universität treffen, um gemeinsam städtische Lösungen zu entwickeln. Zudem können Teilnehmer der FBD mit Vertretern des klimafreundlichen Verkehrsprojekts GREAT über alternative Treibstofflösungen diskutieren. Ein Vortrag über Fördermittel der EU vermittelt einen Überblick über Finanzierungsinstrumente, die für die Fehmarnbeltregion geeignet sind. An allen Veranstaltungstagen findet eine Messe im Foyer der HafenCity Universität statt.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.fehmarnbeltdays.com
www.hamburg.de/ostseeraum
www.fehmarnbelt-portal.de
www.hk24.de/fehmarnbelt
www.hcu-hamburg.de
www.ihk-schleswig-holstein.de

Über den Fehmarnbelt-Tunnel

Beim geplanten Bau des Fehmarnbelt-Tunnels handelt es sich um eines der größten Infrastrukturprojekte Europas. Zwischen der Insel Fehmarn und dem dänischen Lolland soll ein etwa 18 Kilometer langer Unterwassertunnel mit vierspuriger Straße und zweigleisiger Schienentrasse entstehen. Nach Angaben des Fehmarnbelt Committees wird die Fahrt mit dem Auto etwa 10 Minuten dauern, der Zug wird etwa 7 Minuten benötigen. Damit soll sich die Reisezeit mit der Bahn zwischen Hamburg und Kopenhagen von derzeit 4 Stunden und 40 Minuten auf rund 2 Stunden und 45 Minuten verkürzen. Weitere Informationen unter www.fehmarnbelt-portal.de und unter www.hamburg-news.hamburg/fehmarnbelt-tunnel

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