Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff
Schleuse Nord-Ostsee-Kanal: © imagefoto.de

Bund priorisiert zahlreiche Hamburger Verkehrsprojekte

Bessere Anbindung des Fehmarnbelttunnels und Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals als dringlich eingestuft. Bürgerbeteiligung gefragt

Das Bundesverkehrsministerium hat einen Entwurf über zukünftige verkehrspolitische Projekte im neuen Bundesverkehrswegeplan veröffentlicht. Viele der Schienen-, Straßen- und Wasserstraßenprojekte, die Hamburg dem Verkehrsministerium vorgelegt hat, wurden als dringlich bewertet. „Hamburg erhält mit dem Bundesverkehrswegeplan Planungssicherheit für einige bedeutende Infrastrukturprojekte“, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch. Bevor die Projekte tatsächlich in Bau gehen können, muss der Bund noch deren gesetzliche und finanzielle Grundlage bewilligen. Eine hohe Priorisierung im Bundesverkehrswegeplan macht die baldige Umsetzung aber wahrscheinlicher.

Ausbau für größere Schiffe

In der dringlichsten Kategorie schaffte es unter anderem der Ausbau der Hochstraße Elbmarsch. Die 3,8 Kilometer lange Straßenbrücke stellt sowohl auf der internationalen Verkehrsachse A 7 als auch für die Anbindung der Hamburger Hafens einen zentralen Netzabschnitt dar. In der zweitwichtigsten Kategorie wurde die Hinterlandanbindung des Fehmarnbelttunnels verortet. Mit dem Ausbau des Schienennetztes könnte laut Verkehrsministerium die Verbindung Hamburgs nach Skandinavien verbessert werden. Auch der Sanierung des Nord-Ostsee-Kanals wird im Verkehrswegeplan hohe Priorität zugeschrieben. Demnach soll die internationale Wasserstraße größere Schiffe und steigende Verkehrsmengen ermöglichen.

Hochbelastete Straßen

„Der Entwurf des BVWP trägt den besonderen Anforderungen an die Erreichbarkeit des größten deutschen Seehafens angemessen Rechnung. Besonders die Aufnahme des Ausbaus der A1 und der A7 sowie der Neubau der A26 Ost – ehemals Hafenquerspange – und der Schleuse in Scharnebeck in die höchste Bedarfskategorie sind positiv zu bewerten”, sagte Prof. Schmidt-Trenz, Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg.

Durch die Einstufung einiger Hamburger Projekte in den beiden höchsten von fünf Kategorien erfolgt noch kein Bau, da die Projekte erst noch in die Ausbaugesetze des Bundes aufgenommen werden müssen. Dies ist in der zweiten Jahreshälfte 2016 geplant. Anschließend muss der Bundestag die finanziellen Mittel bereitstellen. In den kommenden sechs Wochen können Bürger Stellungsnahmen zum Entwurf des Plans, der seit dem 21. März online verfügbar ist, einreichen.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.bmvi.de
www.hamburg.de
www.hk24.de
Übersicht der Hamburger Verkehrsprojekte: www.hamburg.de/bwvi

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