Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff
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Bahngeschäfte sichern HHLA Gewinne

Die Hamburger Hafen und Logistik AG steigert ihr Betriebsergebnis um 1,5 Prozent. Im Segment Intermodal konnte das operative Ergebnis verdoppelt werden

Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) steigerte ihr Betriebsergebnis (EBIT) um 1,5 Prozent auf 82,6 Millionen Euro. Die Umsatzerlöse gingen um 1,8 Prozent auf 585,1 Mio Euro zurück. Die Containertransporte der Intermodalgesellschaften legten gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 3,2 Prozent auf 654 Tsd. Standardcontainer (TEU) zu, teilte die HHLA am Donnerstag mit.

“Die Hamburger Hafen und Logistik AG steht weiterhin fordernden Rahmenbedingungen gegenüber”, erklärt HHLA-Vorstandsvorsitzender Klaus-Dieter Peters. “Das Wachstum der chinesischen Volkswirtschaft verliert an Dynamik, Russland und die Ukraine verharren in einer Wirtschaftskrise. Es ist uns dennoch gelungen, das Betriebsergebnis des Konzerns leicht zu steigern. Der stärkste Wachstumstreiber der HHLA bleibt dabei das Geschäftsfeld Intermodal. Unsere Investitionen in eigene Lokomotiven, Waggons und Hinterlandterminals entfalten inzwischen ihre volle Wirkung und erhöhen unsere Wertschöpfungstiefe erheblich.”

Erfreuliche Mengenentwicklung

Das operative Ergebnis (EBIT) im Segment Intermodal konnte sich so mehr als verdoppeln. Die “erfreuliche” Mengenentwicklung bei den Containertransporten wurde getragen von den beiden HHLA-Bahngesellschaften Metrans und Polzug. Mit einem Plus von 6,3 Prozent entwickelten sich die Umsatzerlöse stärker als die Menge und stiegen auf 180,8 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis des Segments verdoppelte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 26,8 Millionen Euro.

Umsatzeinbußen im Geschäftsfeld Container

Im Geschäftsfeld Container hingegen ist im Berichtszeitraum eine rückläufige Entwicklung zu verzeichnen. Neben der Umdisposition einzelner Reeder ist dafür insbesondere der Rückgang der Russlandverkehre verantwortlich, die im Vorjahresvergleich um fast 40 Prozent einbrachen. Lediglich die Umschlagmengen der Hamburger Terminals auf den Verkehrsträger Bahn legten noch einmal leicht zu. In der Ukraine konnte der HHLA Container Terminal Odessa den Marktrückgang mit Marktanteilsgewinnen dämpfen. Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Container gaben um 6,0 Prozent nach. Neben dem Mengenrückgang führten auch leicht gestiegene Personalkosten und höhere Instandhaltungskosten zu einem um 27,3 Prozent geringeren Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 57,5 Millionen Euro.

Prognose bleibt bestehen

Der Vorstand der Hamburger Hafen und Logistik AG bleibt bei seiner Prognose, dass für das Jahr 2015 auf Konzernebene ein Betriebsergebnis auf Vorjahresniveau erwartet wird. Aufgrund der Halbjahresentwicklung wird allerdings nun im Segment Container für das Gesamtjahr mit einer moderat rückläufigen Mengenentwicklung und einem EBIT zwischen 125 und 135 Millionen Euro gerechnet. Im Segment Intermodal hingegen wird statt eines deutlichen jetzt ein starker Ergebnisanstieg prognostiziert. Auf Konzernebene geht der Vorstand von einem leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr aus.
pk/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hhla.de

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