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17. Umwelt- und Gesundheitspreis - © Signal Iduna / Engel

17. Umwelt- und Gesundheitspreis prämiert nachhaltige Konzepte mit Modellcharakter

Drei Preisträger aus Hamburg: der Eisenbahnbauverein Harburg eG, die Unikai Lagerei- und Speditionsgesellschaft mbH und der Regionalverband Umweltberatung Nord e.V.

Gesucht sind Ideen und Konzepte, wie man in Betrieben Energie einsparen, ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen oder umweltschonend produzieren kann – am besten alles zusammen. Wenn diese Innovationen außerdem Modellcharakter haben, also zur Nachahmung anregen, sind sie aussichtsreiche Kandidaten für den SIGNAL IDUNA Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer Hamburg.

Drei Preisträger aus Hamburg

Diese Kriterien erfüllte der Eisenbahnbauverein Harburg eG mit seinem ganzheitlichen Konzept zur Gebäudesanierung so gut, dass er bei der 17. Auflage des Wettbewerbs den ersten Preis erhielt. Bei der Verleihung in der Handwerks­kammer Hamburg ging der zweite Preis an die Greifswalder Firma neoplas für einen innovativen Wundheilstift. Den dritten Preis bekam die Unikai Lagerei- und Speditionsgesellschaft mbH im Hamburger Hafen für eine Technik zur Lärmredu­zierung. Mit dem Sonderpreis wurde der Regionalverband Umweltberatung Nord e.V. mit Sitz in Hamburg für ein Schulprojekt zum Thema Luftqualität ausgezeich­net. Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Handwerkskammerpräsident Josef Katzer und der Vorstandsvorsitzende der SIGNAL IDUNA Gruppe Ulrich Leitermann würdigten die Preisträger in der Feierstunde. Die Moderation hatte Dieter Fuhrmann vom Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) der Handwerkskammer Hamburg.

Modellcharakter für Betriebe und Branchen

„Die ausgezeichneten Initiativen haben Modellcharakter für Betriebe und Branchen und können Impulse geben, um auch in anderen Unternehmen die Arbeitsbedingun­gen zu verbessern“, so Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Die moderne Arbeits­welt macht es erforderlich, dass Sicherheit und Gesundheit im Betrieb mehr und mehr interdisziplinär betrachtet werden. Ein zukunftsweisender Gesundheitsschutz darf sich nicht nur darauf beschränken, Unfälle und Krankheiten zu vermeiden, er muss aktiv die Gesundheit der Belegschaften fördern.“

Unternehmen übernehmen Verantwortung für die Zukunft

Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Dieser Preis lässt den Innovationen engagierter Unternehmen die Wertschätzung zukommen, die sie ver­dienen. Wir zeichnen Innovationen aus, von denen die Umwelt, die Wirtschaft und damit auch die Menschen gleichermaßen profitieren. Innovationen, die sozial, ökologisch und ökonomisch sinnvoll sind und nachhaltig wirken. Die Wettbewerbsteilnehmer und allen voran die Preisträger, zeigen mit ihren Konzepten ein Herz für ihre Arbeit und ihre Umwelt. Sie zeigen Verantwortung für unser aller Zukunft.“

Ulrich Leitermann, Vorsitzender der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe: „Unser Engagement für den Umwelt- und Gesundheitspreis verstehen wir bei SIGNAL IDUNA als Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Mit der Förde­rung von Ideen und Innovationen trägt der Preis diesem Gedanken Rechnung. Wir machen damit Erfindern und Start-up-Unternehmen Mut und unterstützen sie finanziell, und das seit 1987.“

41 Bewerber

Beteiligen können sich kleine und mittlere Unternehmen, Institutionen ebenso wie Einzelbewerber. 2015 hatten 41 Bewerber und Bewerberinnen insgesamt 44 Ideen und Konzepte für den Wettbewerb eingereicht. Neun davon kamen aus dem Hamburger Raum. Das Interesse reichte nach Bayern (sechs Beiträge), nach Dänemark, den Niederlanden und der Schweiz (je eine Einsendung). 25 Wettbewerbsbeiträge betrafen das Feld Energieeinsparung und Umweltschutz, 19 das Thema Gesundheit, teilweise auch beide Bereiche. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis prämierte seit 1987 in 17 Verleihungen 41 Erfindungen, Konzepte und praktikable Ideen.

Vorbild Hamburg: Ganzheitliche Wohnungssanierung

Der Eisenbahnbauverein Harburg eG erhielt den ersten Preis 2015 (6.000 Euro) für ein ganzheitliches Konzept der Sanierung von 477 Wohnungen im Gebäudebestand. Die ein­gesetzte solarthermisch unterstützte Heizung hat eine Warmwasserbereitung, die über eine Absorptionswärmepumpe Energie aus einem Wasser- bzw. Eisspeicher entnimmt und dabei die Phasenumwandlung Wasser-Eis ausnutzt. Es ist der größte Eisspeicher in Ham­burg, er ist sechs Meter hoch und hat einen Durchmesser von 20 Metern. Hier hat die Jury vor allem das gelungene Zusammenspiel der technischen Komponenten überzeugt.

Vorbild Hamburg: Senkung von Schallemissionen

Die Unikai Lagerei- und Speditionsgesellschaft mbH im Hamburger Hafen bekam den dritten Platz (3.000 Euro) für die Entwicklung einer sehr einfachen Technik, mit der Schall-Emissionen beim Umladen und dem Transport von Containern effektiv reduziert werden. Die Jury lobte diese einfache und gute Lösung für den Arbeitnehmerschutz im sehr sensib­len Bereich der lärmbedingten Hörschädigungen.

Vorbild Hamburg: Ausgezeichnetes Schülerprojekt

Der Sonderpreis (2.000 Euro) ging an den Regionalverband Umweltberatung Nord e.V. mit Sitz in Hamburg für ein Projekt, das Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassen für das Thema Luftqualität sensibilisiert. Sie erforschen unter Anleitung von Experten die Luft in ihrem Klassenzimmer. Dabei erhalten sie praxisnah Daten zur Luftqualität und lernen, was richtiges Lüftungsverhalten ausmacht, auch um Schimmelbildung zu vermeiden.

Umweltbewusstes Handwerk

Das Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) der Handwerkskammer Hamburg betreut diesen Preis zusammen mit der SIGNAL IDUNA Gruppe. Ziel ist, Menschen zu motivieren, ihre Konzepte, Erfindungen und Überlegungen weiterzugeben. Das ZEWU entstand 1985 als erstes Umweltzentrum des Deutschen Handwerks. Die Wurzeln der SIGNAL IDUNA Gruppe, Dortmund/Hamburg, sind berufsständische Selbsthilfeeinrichtungen von Handwerk, Handel und Gewerbe von Anfang des 20. Jahrhunderts.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hhla.de
www.hwk-hamburg.de

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