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Schleuse Nord-Ostsee-Kanal - © imagefoto.de

Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals stärkt die Wettbewerbsfähigkeit des Hamburger Hafens

Mehr als 130 Feederverbindungen pro Woche nutzen auf ihrer Strecke zwischen Hamburg und dem Ostseeraum den Nord-Ost-Kanal als schnellste und umweltfreundlichste Seeverbindung.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat 265 Millionen Euro für den Ausbau der Oststrecke des Nord-Ostsee-Kanals (NOK) bereitgestellt. Bereits im April hatte das Gremium 485 Millionen Euro für den Bau einer fünften Schleuse in Brunsbüttel genehmigt.

Erstes Baugeld bereits in diesem Jahr

Die ersten fünf Millionen Euro sollen noch in diesem Jahr fließen, um die Restplanungen und Ausschreibungen für den Ausbau zu beschleunigen. Bis 2019 hat das Parlament verbindlich weitere 260 Millionen Euro eingeplant. Darüber hinaus wurden 35 neue Stellen für technisches Personal und Juristen in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung bewilligt. Das Baurecht für die 20 Kilometer lange Oststrecke des NOK liegt bereits seit März 2014 vor. Noch in diesem Jahr soll der Kanal in diesem Abschnitt von 44 auf 70 Meter verbreitert werden.

Häfen der Metropolregion Hamburg profitieren

“Die Instandsetzung des NOK ist nicht nur für unsere Kollegen in den direkt am Kanal gelegenen Häfen Brunsbüttel, Hochdonn, Hohenhörn, Rendsburg und Kiel existenziell. Auch für die weitere Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit der gesamten deutschen Wirtschaft und Industrie ist der Ausbau von großer Bedeutung – somit auch für den Hamburger Hafen“, betont Hafen Hamburg Marketing Vorstand Axel Mattern.

Kürzeste Verbindung zur Ostsee

Mehr als 130 Feederverbindungen pro Woche nutzen auf ihrer Strecke zwischen Hamburg und dem Ostseeraum den NOK als schnellste und umweltfreundlichste Seeverbindung. Rund 2 Millionen TEU wurden auf dieser Relation im letzten Jahr transportiert. „Der Wegevorteil ist immens: Von Hamburg nach Gdansk sparen die Feederschiffe die Hälfte der Strecke, wenn sie die Abkürzung durch den Kanal nehmen und nicht ums dänische Skagen herum fahren“, ergänzt Mattern. Insgesamt passierten 31.097 Schiffe mit 94,8 Millionen Tonnen Ladung 2013 den NOK.
him

Quelle und weitere Infos:
www.hafen-hamburg.de

Fakten zum Nord-Ostsee-Kanal

Gesamtlänge: 98,26 Kilometer
Wasserspiegelbreite: Westteil 162 Meter / Ostteil 102,5 Meter
Sohlenbreite: Westteil 90 Meter / Ostteil 44 Meter
Dauer einer Kanalpassage: ca. 8 Stunden
Wegevorteil gegenüber dem Seeweg um Skagen ca. 250 Seemeilen (= 463 Kilometer)
Schiffspassagen im Jahr 2013: 31.097
Ladungsaufkommen 2013: 94,8 Millionen Tonnen

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