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© Onno Seyler/UKE

Wissenschaftsbehörde fördert Modellstudiengang am UKE

„iMED DENT“ soll Studierende früher an die Praxis heranführen. Mit einem anderen Studiengang hat das UKE bereits positive Erfahrungen gemacht

Mit 660.000 Euro fördert die Wissenschaftsbehörde die Entwicklung eines zahnmedizinischen Modellstudiengangs am UKE. Unter Einbeziehung innovativer, auch international bestehender Studiengänge soll in Hamburg ein moderner, integrierter Modellstudiengang entstehen. „iMED DENT“ soll voraussichtlich 2019 starten. „Ein wesentliches Reformziel besteht darin, die Interdisziplinarität von Medizin und Zahnmedizin von Beginn an zu schulen“, erklärt Prof. Dr. Bärbel Kahl-Nieke, Ärztliche Leiterin des Zentrums für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (ZMK). Außerdem stehen Kommunikationstrainings und ein früher Patientenkontakt auf der Agenda. So soll bereits ab dem fünften Semester ein aktives, nicht invasives Arbeiten mit Patienten möglich sein, um erlernte Kommunikationsstrategien zu trainieren.

Elektronisches Lehrbuch mit 15.000 Seiten

Bereits vor vier Jahren startete das UKE den Modellstudiengang iMED. Der Studiengang befindet sich inzwischen im neunten Semester, rund 1700 junge Menschen werden nach dem neuen Curriculum unterrichtet. Für iMED wurde das elektronische Lehrbuch iMED Textbook entwickelt, das mittlerweile etwa 15.000 Seiten umfasst. „iMED Textbook entspricht vollständig der Studienstruktur von iMED und bietet daher ideale Voraussetzungen für die Vor- und Nachbereitung des Unterrichts“, erläutert Prof. Dr. Dr. Andreas Guse, Prodekan für Lehre der Medizinischen Fakultät. Darüber hinaus seien interaktive Tools integriert, zum Beispiel zur Verknüpfung von Lernzielen und Unterrichtsstoff oder zur eigenen Überprüfung des Lernstands. Die Erfahrungen in der Entwicklung, Implementierung und Optimierung von iMED sollen nun genutzt werden, um auch die Ausbildung in der Zahnmedizin zu optimieren.

Fegebank: „Interaktive und umfassende Lernplattform“

„iMED ist ein voller Erfolg. Ich freue mich, dass wir nun auch die Entwicklung eines neuen Modellstudiengangs für die Zahnmedizin unterstützen können. Es ist wichtig, Studierende noch fächerübergreifender auszubilden und früh einen Schwerpunkt auf Kommunikationskompetenzen zu legen. Dass die Fakultät bereits vor Jahren in Innovationen des Medizinstudiums investiert hat, zahlt sich jetzt aus: Das UKE gehört bundesweit zu den führenden Universitätskliniken, das für seine Studierenden eine eng am Studienverlauf orientierte interaktive und umfassende Lernplattform entwickelt hat“, sagt Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung und Zweite Bürgermeisterin der Freien und Hansestadt Hamburg.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.uke.de/allgemein

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