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Forschung am UKE - © Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

UKE-Wissenschaftler forschen in den USA

Acht Wissenschaftler der Uniklinik Hamburg-Eppendorf erforschen die Auswirkungen der Schwerelosigkeit. Dafür werden Stammzellen auf die ISS geschickt

Wie wirkt sich die Schwerelosigkeit auf die Gesundheit von Astronauten aus? Diese Frage erforscht ein Wissenschaftlerteam des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE). Dafür wollen die Forscher Stammzellen auf die Internationale Raumstation ISS schicken, um den Effekt von Schwerelosigkeit auf diese Zellen sowie auf das Immunsystem zu untersuchen. Die Forschung könnte durchaus auch für die medizinische Betreuung von Menschen im hohen Alter relevant sein. „Die Schwerelosigkeit im Weltall verursacht bei Astronauten bei längerem Aufenthalt verschiedene Probleme wie Muskelschwund oder kardiovaskuläre Veränderungen, die den Veränderungen des Körpers während des zellulären Alterungsprozesses ähneln“, sagt Prof. Dr. Sonja Schrepfer, die das Forschungsprojekt leitet. Dies schließt auch die schlechtere Knochenheilung, den Verlust kardiovaskulärer und neurologischer Fähigkeiten sowie der veränderten Immunfunktion ein. „Die Schwerelosigkeit gilt daher als Modell für das Altern.“

Stammzellen vier Wochen auf der ISS

Ziel des Forschungsprojekts ist es herauszufinden, ob durch Schwerelosigkeit die körpereigenen Stammzellen verändert werden und deswegen eventuell nicht mehr in der Lage sind, Gewebe und Organe zu regenerieren. Darüber hinaus wollen die Wissenschaftler erforschen, ob dieser Prozess wieder umkehrbar und damit heilbar ist. Hierfür werden die Stammzellen zunächst vier Wochen auf der ISS und nach ihrer Rückkehr weitere vier Wochen auf der Erde kultiviert und untersucht. Acht UKE-Wissenschaftler aus Medizin, Biotechnologie, Physik und Biologie sind derzeit bei der NASA in Kalifornien im Einsatz. Das US-amerikanische Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste fördert das Projekt mit umgerechnet rund 2,3 Millionen Euro.
mm

Quelle und weitere Informationen:
www.uke.de

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