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UKE eröffnet erste Muttermilchbank in Hamburg

Die neue Einrichtung obliegt höchsten medizinischen Sicherheitsstandards, denn sie soll besonders kleine Frühgeborene in den ersten Lebenstagen versorgen

Sie ist die erste ihrer Art in der Metropolregion Hamburg und eine von insgesamt nur 18 in Deutschland – die Muttermilchbank des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE). Passend zum Word Human Milk Donation Day am 19. Mai eröffnete das Universitäre Perinatalzentrum die Muttermilchbank. Ziel ist es, Frühgeborenen und Hochrisikobabys, deren Mütter sie nicht mit ausreichend eigener Milch versorgen können, den Start ins Leben zu erleichtern. „Muttermilch ist die ideale Ernährung für Neugeborene, ganz besonders für die kleinsten und schwächsten“, erklärt Prof. Dr. Dominique Singer, Leiter der Sektion Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin des UKE.

Höchste medizinische Sicherheitsstandards

Die Muttermilchbank des UKE richtet sich an besonders kleine Frühgeborene in den ersten Lebenstagen. In dieser Zeit sind Frühgeborene besonders anfällig für Infektionen. Schon 100 Milliliter Muttermilch am Tag reichen aus, um ein besonders kleines Frühgeborenes zu ernähren und sein Infektionsrisiko deutlich zu senken. Dabei obliegt die Muttermilchbank höchsten medizinischen Sicherheitsstandards und orientiert sich an der Arbeitsweise von Blutbanken. Jede Spenderin und jede Milchportion werden gründlich untersucht. Denn Milch können ausschließlich gesunde Mütter spenden, deren Kinder ebenfalls im Perinatalzentrum des UKE versorgt werden. Die Mütter müssen außerdem über genügend Milch verfügen, um außer ihrem eigenen Kind noch ein anderes Baby oder ein Zwillingspaar zu ernähren.

Finanzierung durch Spenden

Die Muttermilchbank des Universitären Perinatalzentrums finanziert sich vor allem über Spenden, da die Ernährung mit Spenderinnenmilch nicht von den Krankenkassen gezahlt wird. Die vorbereitenden Arbeiten für die Muttermilchbank wurden durch eine Anschubfinanzierung des Vereins „Hamburg macht Kinder gesund“ und eine Spende der Elterninitiative „Frühstart“ ermöglicht.
mm/ca

Quelle und weitere Informationen:
www.uke.de

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