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Forschung am UKE - © Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

NAKO-Gesundheitsstudie: Halbzeit in Hamburg

5000 Teilnehmer haben bereits im UKE an Deutschlands größter Langzeit-Bevölkerungsstudie teilgenommen. Insgesamt sollen rund 200.000 Menschen untersucht werden

Im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) sind im Rahmen der NAKO-Studie, einer Gesundheitsstudie des Vereins Nationale Kohorte, bereits 5.000 und damit die Hälfte der geplanten 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer untersucht worden. Die NAKO-Studie läuft bereits seit 2014, ist die größte Langzeit-Bevölkerungsstudie Deutschlands und soll 20 bis 30 Jahre dauern. Durch die Erhebung von Gesundheitsdaten und Risikofaktoren bei bundesweit rund 200.000 Teilnehmern soll die Prävention, Früherkennung und Therapie von Volkskrankheiten wie Krebs, Herzkreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Demenz verbessert werden. Die zentralen Fragen der Studie lauten: Warum wird der eine krank, der andere aber bleibt gesund? Welche Faktoren spielen dabei eine Rolle? 

„Wir freuen uns über diesen wichtigen Meilenstein. Gerade in den vergangenen Monaten haben wir zahlreiche Probanden im Rahmen der Studie untersuchen können. Unser Ziel ist aber noch längst nicht erreicht. Bis 2019 wollen wir im UKE 10.000 Teilnehmer untersuchen“, sagt Prof. Dr. Heiko Becher, Studienleiter der NAKO-Gesundheitsstudie in Hamburg und Direktor des Instituts für Medizinische Biometrie und Epidemiologie des UKE.

Schwerpunkt Zahnmedizin

Das UKE ist eines von 18 NAKO-Studienzentren in Deutschland. Ein Schwerpunkt ist die Zahnmedizin. In Hamburg wird vor allem der Zusammenhang zwischen entzündlichen Zahnfleischerkrankungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht. Aus früheren Studien ist bekannt, dass Paradentitis das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht. Doch welche Mechanismen dahinterstecken ist noch nicht bekannt. „Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind vor allem die eigenen Untersuchungsergebnisse von großem Interesse. Jeder kann sich und seinen Körper ausprobieren und etwas über seine Gesundheit erfahren“, sagt Dr. Annika Jagodzinski, Leiterin des Epidemiologischen Studienzentrums des UKE. Die NAKO ist eine von zwei großen Gesundheitsstudien, die derzeit im UKE durchgeführt werden.

Die NAKO-Gesundheitsstudie

Seit 2014 werden in der NAKO-Gesundheitsstudie zufällig aus den Melderegistern gezogene Männer und Frauen zwischen 20 und 69 Jahren bundesweit in 18 Studienzentren medizinisch untersucht und nach ihren Lebensumständen befragt. Ziel ist es, chronische Erkrankungen genauer zu erforschen, um Prävention, Früherkennung und Behandlung dieser in der Bevölkerung weit verbreiteten Krankheiten zu verbessern. Das multizentrische Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, den beteiligten Ländern und der Helmholtz-Gemeinschaft gefördert.
mm/ca

Quelle und weitere Informationen:
www.uke.de
www.nako.de

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