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Internationaler Krebskongress im UKE

Mehr als 300 Teilnehmer aus 28 Ländern. Zentrales Thema ist ein von Hamburger Forschern entwickeltes Diagnostikprinzip

Der zehnte internationale Krebskongress ISMRC findet vom 19. bis 21. März in Hamburg statt. Mehr als 300 Teilnehmer aus 28 Ländern werden im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) erwartet. Im Mittelpunkt der Tagung steht das diagnostische Prinzip der „Flüssigbiopsie“, das von einem Forscherteam um den Direktor des Instituts für Tumorbiologie des UKE, Prof. Dr. Klaus Pantel, entwickelt wurde.

„Wir wollen Bluttests entwickeln, mit denen wir die therapie-relevanten Eigenschaften unterschiedlicher Krebsarten identifizieren können“, sagt Pantel, der auch die Tagung leiten wird. Mit den Bluttests wollten die Forscher den Weg zu einer auf den einzelnen Patienten abgestimmten individuellen Krebstherapie im Sinne einer „Flüssigbiopsie“ ebnen.

Europäisches Projekt “Cancer ID”

Das Konzept der Flüssigbiopsie ist seit April 2015 die Grundlage des europäischen Krebsforschungsprojektes “Cancer ID” im UKE. Gemeinsam mit einem Kollegen aus den Niederlanden koordiniert Pantel das Projekt, in dem sich insgesamt 33 Institute und Unternehmen aus 13 Ländern zu einem Forschungsverbund zusammengeschlossen haben. Das Projekt wurde auf fünf Jahre angesetzt. Es wird von der EU mit 6,6 Millionen Euro gefördert. Weitere 8,2 Millionen Euro steuern Partner aus der Industrie bei.

Der Krebskongress ISMRC – International Symposium on Minimal Residual Cancer: Liquid Biopsy in Cancer Diagnostics and Treatment – findet seit 1996 statt. Zuletzt wurde die Tagung 2013 in Paris ausgerichtet.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.ismrc2016.com
www.cancer-id.eu
www.uke.de

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