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Hamburg wird weltweiter Spitzenstandort für Infektionsforschung - © Pexels - www.pexel.com

Hamburg wird weltweiter Spitzenstandort für Infektionsforschung

Eröffnung des interdisziplinären Zentrums für strukturelle Systembiologie. Im CSSB arbeiten Wissenschaftler aus zehn verschiedenen Institutionen

Wie sehen Vieren aus? Wie passen sich Bakterien an neue Umgebungen an? Wie tricksen Parasiten menschliche Zellen aus? Um diese Erkenntnisse zu gewinnen und neue Medikamente, Behandlungsmethoden und Therapien zu erforschen, gibt es nun einen neuen Ort in Hamburg: Am Donnerstag (29.6.) wurde das neue Gebäude des Centre for Structural Systems Biology (CSSB) auf dem Forschungscampus Bahrenfeld (DESY-Gelände) eröffnet. Im CSSB arbeiten Wissenschaftler von zehn verschiedenen Institutionen aus vier Bundesländern. Sie forschen interdisziplinär an einigen der drängendsten Fragen zu Strukturen und Systemen von Viren, Bakterien und Parasiten. „Die Einweihung des CSSB ist ein Meilenstein in der interdisziplinären Erforschung von Infektionen und Resistenzen.

Hier haben die Forscherinnen und Forscher Zugriff auf europaweit einmalige Licht- und Röntgenstrahlungsquellen und so die Möglichkeit, Strukturbiologie, Infektionsbiologie und Systembiologie miteinander zu verbinden“, erklärte Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg. „Damit entsteht in Hamburg ein neuartiger Forschungsschwerpunkt, der die komplexen Prozesse und Wechselwirkungen zwischen Krankheitserregern und ihren Wirten in den Fokus rückt.“

Wissenschaftsstandort Hamburg

Das CSSB ist ein weiterer Baustein auf dem Weg, den ursprünglich vorrangig durch hervorragende Physik geprägten Forschungscampus Bahrenfeld auch um die Lebenswissenschaften und Medizin zu ergänzen. Die bereits für die Naturwissenschaften weltweit bekannte Expertise und Technologie des Campus soll damit auch für die Erforschung von Krankheiten genutzt werden. „Das neue CSSB-Gebäude ist dabei ein weiterer wichtiger Schritt, um den Campus zu einem Spitzenstandort für Strukturforschung mit internationaler Strahlkraft auszubauen und gibt dem gesamten Wissenschaftsstandort Hamburg und der Metropolregion einen weiteren Schub“, sagte Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung.

Interdisziplinäre Forschung

Das neue CSSB-Gebäude wurde gezielt entwickelt, um Grundlagenforschung, fächerübergreifende Zusammenarbeit, Innovation sowie Mentoring für Nachwuchskräfte zu fördern. Es biete Wissenschaftlern sowohl modernste Technologie, wie die Kryo-Elektronenmikroskope, als auch den direkten Zugang zu DESYs einzigartigen Röntgenlichtquellen wie dem Synchrotron-Speicherring PETRA III und dem nahe gelegenen Freie-Elektronen-Laser European XFEL. Rund 180 Wissenschaftler können in dem vierstöckigen Gebäude mit Laboratorien und Büros forschen. Der Forschungsneubau hat rund 52 Millionen Euro gekostet. Davon übernimmt der Bund rund 36,5 Millionen. Die Freie und Hansestadt Hamburg trägt 8,5 Millionen Euro. Niedersachsen zahlt 5 Millionen Euro und Schleswig-Holstein weitere 2 Millionen Euro.
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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