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Hamburg stärkt Vorreiterrolle in der Altersmedizin

In zehn neuen Zentren für Altersmedizin steht die intensive Zusammenarbeit der Krankenhäuser im Fokus

Mit dem demografischen Wandel wird die Bevölkerung in Deutschland immer älter. In Hamburg leben derzeit schon rund 90.000 Menschen, die 80 Jahre oder älter sind. Altersmedizin hat vor dem Hintergrund dieser wachsenden Bevölkerungsgruppe eine zunehmende Bedeutung. Krankenhäuser müssen sich daher auf immer mehr ältere Patienten einstellen. In der Versorgung der älteren Patienten steht Hamburg bundesweit auf einem Spitzenplatz. Nun soll diese Vorreiterrolle weiter ausgebaut werden. In speziellen Zentren für Altersmedizin mit Standorten an zehn Krankenhäusern sollen niedergelassene Ärzte und Zahnärzte, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen, Selbsthilfegruppen und Hospizen noch intensiver zusammenarbeiten und die Behandlung der älteren Bevölkerung in der gesamten Hansestadt weiter verbessern.

„Wir bauen damit Hamburgs Vorreiterrolle in der Entwicklung der geriatrischen Versorgung weiter aus. Wir wollen überregional Standards setzen durch die Entwicklung innovativer Behandlungskonzepte, die Zusammenarbeit von ambulanter und stationärer Versorgung und einer besonderen Verpflichtung zu Qualitätssicherung und Transparenz“, erklärt Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Den ganzen Menschen im Blick

Die Standorte der Zentren für Altersmedizin sollen zu zwei geriatrischen Netzwerken zusammengefasst werden, mit jeweils einem koordinierenden Krankenhaus an der Spitze. Diese Aufgabe kommt dem Albertinen-Krankenhaus für die frei-gemeinnützigen Zentren und der Asklepios Klinik Nord für die Asklepios-Krankenhäuser zu. Die „Koordinierungshäuser“ haben unter anderem die Aufgabe Netzwerke zu organisieren, Fortbildungen durchzuführen und andere Krankenhäuser ohne Geriatrie zu beraten.

„In der Altersmedizin geht es nicht nur darum, eine bestimmte Krankheit zu therapieren, sondern den ganzen Menschen in den Blick zu nehmen. Mit einem individuellen medizinischen, pflegerischen und therapeutischen Behandlungsplan sollen Mobilität und Selbstständigkeit verbessert und Pflegebedürftigkeit vermieden werden“, erklärt Prüfer-Storcks. Es müsse das Ziel sein, eine zukunftsorientierte Versorgung mit einer Vernetzung von niedergelassenen Ärzten und dem Pflegebereich bis hin zu Betreuungsangeboten im Quartier sicherzustellen.

Hamburg ist gut auf eine alternde Bevölkerung vorbereitet

Mit 1.135 vollstationären Planbetten sowie 210 teilstationären Behandlungsplätzen allein in der Geriatrie ist die Hansestadt mit ihren Krankenhäusern schon heute gut auf eine alternde Bevölkerung vorbereitet. Bei zirka 500.000 Fällen, die jährlich stationär in den Hamburger Plankrankenhäusern behandelt werden, sind rund 41 Prozent der Patienten 65 Jahre und älter. Dabei gehören Herz-Kreislauferkrankungen, Frakturen und onkologische Erkrankungen zu den häufigsten Anlässen für eine Krankenhausbehandlung in dieser Altersgruppe.
mm/ca

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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