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Grundsteinlegung für das Zentrum für strukturelle Systembiologie - © © DESY

Grundsteinlegung für das Zentrum für strukturelle Systembiologie

Mit dem CSSB wird in Deutschland ein international bislang einmaliges Zentrum zur Erforschung von Krankheitserregern aufgebaut.

Die Funktionsweise von Viren, Bakterien und Parasiten auf molekularer Ebene steht dabei im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Untersuchungen. International renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die für das CSSB erfolgreich rekrutiert wurden, helfen dabei, Ansatzpunkte für neue Medikamente gegen Infektionen zu finden.

Brückenschlag zwischen Life Sciences und Physik

„Mit dem CSSB erfolgt der Brückenschlag zwischen physikalischer Grundlagenforschung und den Lebenswissenschaften. Das CSSB ist ein weiterer Baustein in unserem Plan, Hamburg und den Forschungscampus Bahrenfeld weiter als internationalen Spitzenstandort für Strukturforschung zu etablieren und die bestehenden Kooperationen auszubauen“, sagte die Hamburger Wissenschaftssenatorin Dorothee Stapelfeldt. „Wie die aktuelle Ebola-Epidemie in Afrika zeigt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass wir von Grund auf verstehen, wie Krankheitserreger funktionieren. Der Neubau für das CSSB schafft dafür notwendige Voraussetzungen und hilft uns diese globale Herausforderung effektiver anzugehen“, betonte Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Zugang zu den Desy-Großgeräten

Das CSSB hat auf dem Campus Bahrenfeld direkten Zugang zu neusten wissenschaftlichen Großgeräten des Forschungszentrums Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY). Dazu zählen die Röntgenlichtquellen PETRA III und FLASH sowie der europäische Röntgenlaser European XFEL. Dieser geht, wie das CSSB, im Jahr 2016 an den Start. Diese Forschungslichtquellen ergeben in Kombination mit dem CSSB eine Vielzahl von Untersuchungsmöglichkeiten, die unter anderem das Zusammenspiel von Proteinen bei Infektionen entschlüsseln sollen. Dieser große Standortvorteil macht das CSSB für Forscherinnen und Forscher hochattraktiv und weit über die Grenzen Deutschlands sichtbar.

Interdisziplinäre Kooperationen

Im CSSB kooperieren universitäre und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in einem interdisziplinären Umfeld. Zurzeit gehören zum CSSB die Universität Hamburg, das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, das Heinrich-Pette-Institut – Leibniz-Institut für Experimentelle Virologie, die Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf, das Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, das Forschungszentrum Jülich, das Europäische Laboratorium für Molekularbiologie, die Medizinische Hochschule Hannover und DESY. Eine schwedische Forschungsgruppe vom renommierten Karolinska-Institut aus Stockholm ist ebenfalls am CSSB beteiligt.

50-Millionen-Euro-Investition

Der drei Stockwerke umfassende CSSB-Forschungsbau wird auf rund 13.000 Quadratmetern Platz für 180 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen bieten. Die Labore werden mit modernsten Geräten wie beispielsweise Kryo-Elektronenmikroskopen ausgestattet. Sie helfen dabei, sowohl die räumliche als auch zeitliche Interaktion von Einzelbestandteilen von Makromolekülen, wie beispielsweise Proteinen, besser zu verstehen. Der Bau und die Geräteerstausstattung mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 50 Millionen Euro werden zu 73 Prozent vom Bund, zu 17 Prozent von Hamburg und zu 10 Prozent von Niedersachsen getragen.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.cssb-hamburg.de

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