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Gesundheitsbranche schafft Wachstum und Arbeitsplätze

Neue Studie zur ökonomischen Bedeutung der Branche vorgestellt. Bereits jeder siebte Erwerbstätige in Hamburg ist in der Branche tätig. Bruttowertschöpfung: 8,2 Milliarden Euro

Die Gesundheitswirtschaft ist eine wichtige Wachstumsbranche und ein bedeutender Beschäftigungsmotor der Hansestadt. Das belegt eine aktuelle Studie des Instituts WifOR, in der die ökonomische Bedeutung der Gesundheitswirtschaft für Hamburg untersucht wurde. Die Bruttowertschöpfung in der Branche sei zwischen 2005 und 2013 von 6,4 auf 8,2 Milliarden Euro angestiegen – ein Zuwachs von 27,1 Prozent. Auftraggeber der Untersuchung war die Gesundheitswirtschaft Hamburg GmbH (GWHH), eine gemeinsame Tochtergesellschaft der Kammer und der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz.

162.000 Erwerbstätige in der Branche

„Jeder siebte Erwerbstätige in Hamburg ist inzwischen in der Gesundheitsbranche beschäftigt und jeder elfte Euro Bruttowertschöpfung wird mit Gesundheit erwirtschaftet“, so Handelskammer-Hauptgeschäftsführer Prof. Hans-Jörg Schmidt-Trenz am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie.

„Hamburg ist die Gesundheitsmetropole des Nordens. Schon heute kommt fast jeder Dritte, der in einem Hamburger Krankenhaus behandelt wird, von außerhalb der Stadt. Der Senat setzt auf noch mehr Qualitätsorientierung und Spezialisierung. Wenn Patientinnen und Patienten nicht nach dem kürzesten Weg, sondern nach dem besten Ergebnis fragen, hat Hamburg alle Chancen, seine Bedeutung als Gesundheitsstandort weiter auszubauen“, erklärte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks bei der Präsentation der Ergebnisse in der Handelskammer.

Laut Studie arbeiten heute 162.000 Erwerbstätige in der Hamburger Gesundheitswirtschaft. Seit 2005 wurden über 23.000 neue Stellen geschaffen. Dazu trug der Erste Gesundheitsmarkt erheblich bei, der stark von der Gesundheitsversorgung durch ambulante und stationäre Einrichtungen geprägt ist.

Gesundheits-Apps und eHealth-Anwendungen

Kammer-Hauptgeschäftsführer Schmidt-Trenz sieht besonders bei den Gesundheitsdienstleistungen noch erhebliche Wachstumschancen. Treiber sei für ihn ein sich veränderndes Gesundheitsbewusstsein in allen Altersgruppen. Es gebe eine höhere Bereitschaft, in die eigene Gesundheit zu investieren, und die Chancen zu sehen, die sich aus der Digitalisierung mit ihren vielfältigen Ansatzmöglichkeiten für Gesundheits-Apps oder eHealth-Anwendungen ergäben.

Senatorin Prüfer-Storcks nannte die positiven Impulse für den Arbeitsmarkt: „Wir müssen die demografische Entwicklung als Chance begreifen und uns in Hamburg darauf einrichten. Mit dem Älterwerden der Gesellschaft steigt auch der Bedarf an gesundheitlichen und pflegerischen Dienstleistungen.“ Die Demografie selbst könne daher ein großer Jobmotor der kommenden Jahrzehnte werden.

Mit der Studie, so Dr. Dennis Ostwald, Geschäftsführer von WifOR, läge nun eine wichtige Basis für die weitere Arbeit des von Senat und Handelskammer betriebenen Gesundheitsclusters vor. „Erstmals wird die volkswirtschaftliche Bedeutung der Zukunftsbranche Gesundheitswirtschaft umfassend, statistisch belastbar und vor allem bundesweit vergleichbar für die Hansestadt Hamburg ermittelt.“
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bgv
www.hk24.de

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