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Im HARBOR-Forschungsgebäude werden ab 2020 molekulare Prozesse mit Top-Geräten erforscht - © William Bout/Unsplash

Erster Spatenstich für das HARBOR-Forschungsgebäude

Bis Mitte 2020 entsteht auf dem Spitzen-Campus in Hamburg-Bahrenfeld ein Forschungsneubau mit molekularbiologischer Ausrichtung

Am 21. Dezember erfolgte der erste Spatenstich für den Neubau des Hamburg Advanced Research Centre for Bioorganic Chemistry (HARBOR) auf dem Forschungscampus Bahrenfeld. Das Forschungsgebäude soll für die MIN-Fakultät (Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften) der Universität Hamburg die Infrastruktur für Experimente mit ultrakurzer Zeitauflösung an molekularbiologischen Systemen schaffen. Ziel ist es, Methoden zur gezielten Auslösung und Kontrolle von Prozessen in Einzelmolekülen mithilfe von Licht zu entwickeln, um diese Prozesse sichtbar zu machen und zu untersuchen. Der Forschungskomplex wird voraussichtlich Mitte 2020 der Universität Hamburg als Nutzerin übergeben.

Molekularbiologie im Fokus

Das HARBOR-Vorhaben hat sich aus dem Exzellenzcluster der Universität Hamburg CUI (The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging) entwickelt und schließt direkt an die dortige Forschung zur atomar aufgelösten Strukturdynamik an. HARBOR wird entscheidend dazu beitragen, Forscherinnen und Forscher aus Physik, physikalischer Chemie und Biochemie zusammenzubringen, um das zeitliche Verhalten molekularbiologischer Systeme zu untersuchen. Langfristiges Ziel ist ein wissenschaftlich akkurates Modell lebender Zellen. Im HARBOR sollen etwa neun Arbeitsgruppen mit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig sein, darunter etwa 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in vier Abteilungen (Spektroskopie/Imaging, Strukturmolekularbiologie, Synthetische Chemie und Theorie).

Stärkung des Wissenschaftsstandorts Hamburg

Dazu äußert sich Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Der HARBOR-Neubau ist ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Strategie, die Entwicklung des Forschungscampus Bahrenfeld zum internationalen Wissenschaftspark voranzutreiben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler finden hier beste Bedingungen und Infrastruktur: Dadurch erfahren wir mehr über die Mechanismen in menschlichen Zellen und können somit die Entstehung und den Verlauf von Krankheiten besser verstehen.“ Mit dem Neubau des HARBOR wurde die städtische Sprinkenhof GmbH beauftragt; die Realisierung und Finanzierung erfolgt im Mieter-Vermieter-Modell. Die Gesamtprojektkosten belaufen sich auf rund 32 Millionen Euro, davon übernimmt der Bund 13,75 Millionen Euro für das Gebäude und zusätzliche 2,6 Millionen Euro für Großgeräte und Ersteinrichtung.
sb/kk

Quelle & weitere Informationen
www.hamburg.de
www.cui.uni-hamburg.de

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