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Erfolg für Universität und UKE

Hamburg bekommt zwei neue Sonderforschungsbereiche: am Fachbereich Informatik der Universität Hamburg und am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat am Freitag, 20. November, die Förderung in Höhe von rund 20 Millionen Euro für die nächsten vier Jahre zugesagt.

Erster internationaler Transregio-Sonderforschungsbereich der Uni

Der deutsch-chinesische Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) 169 „Crossmodales Lernen: Adaptivität, Prädiktion und Interaktion“ erforscht die menschliche Wahrnehmung, deren computergestützte Simulation und wie Mensch und Computer bzw. Roboter besser miteinander agieren können. Der SFB ist der erste internationale Transregio-Sonderforschungsbereich der Universität Hamburg: eine Kooperation mit zwei chinesischen Universitäten und mit der chinesischen Akademie der Wissenschaften.

Der Sonderforschungsbereich 1192 am UKE, „Immunvermittelte glomuläre Erkrankungen – Grundlagen und klinische Auswirkungen“, befasst sich mit Entzündungskrankheiten der Nieren. Sein Ziel ist es, mehr über Entstehung und Fortschreiten der Erkrankungen zu erfahren sowie die Entwicklung neuer Therapien auf den Weg zu bringen.

Weitere 20 Millionen Euro für exzellente Lehre

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Ich gratuliere der Universität und dem UKE sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu diesem Erfolg. Erst vor einer Woche haben vier Hamburger Hochschulen mehr als 20 Millionen Euro für ihre exzellente Lehre erhalten. Der deutsch-chinesische Sonderforschungsbereich der Universität Hamburg beeindruckt besonders durch die internationale und interdisziplinäre Zusammenarbeit. Für das UKE ist es der nunmehr dritte Sonderforschungsbereich. Das ist ein beeindruckender Erfolg der Forscherinnen und Forscher.“

Interdisziplinär und international

Sonderforschungsbereiche sind Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über die Grenzen ihrer jeweiligen Fächer, Institute, Fachbereiche und Fakultäten hinweg im Rahmen eines übergreifenden und wissenschaftlich exzellenten Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Sie ermöglichen innovative, anspruchsvolle, aufwendige und langfristig konzipierte Forschungsvorhaben, indem sie die in einer Hochschule vorhandenen Kräfte konzentrieren.

Sonderforschungsbereiche werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingerichtet und sind für maximal drei Förderperioden auf die Dauer von bis zu zwölf Jahren angelegt.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.bwfg.hamburg.de

Unterstützung für Leuphanas junge Forscher

Zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland richtet die Deutsche Forschungsgemeinschaft Graduiertenkollegs ein. Sie nehmen Arbeit überwiegend zum April 2016 auf, werden zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert und erhalten in dieser Zeit insgesamt etwa 72 Millionen Euro. Leuphana gehört zu den ausgewählten Universitäten. Dort will der Graduiertenkolleg „Kulturen der Kritik: Formen, Medien, Effekte“ die Möglichkeiten, Wirkungen und Bedingungen kritischer Handlungsweisen untersuchen. Der wachsende Grad der Digitalisierung und die radikal gewandelten Distributionswege von Medien haben eine Fülle von unterschiedlichen Praktiken der Kritik entstehen lassen. Die theoretischen Fundamente von Kritik selbst sind in der Folge massiv fragwürdig geworden: Was kann überhaupt noch als kritischer Akt gelten? Welche Akteure, Erwartungen und Bedingungen spielen dabei eine Rolle? Das neue Kolleg untersucht, wie Formen und Medien der Darstellung das Verhältnis von Kritik und Gegenstand wechselseitig bestimmen. Die Promovierenden werden ihre Forschung dabei auf die drei Bereiche Kunst-, Medien- und Sozialkritik konzentrieren. Sprecherin des Graduiertenkollege ist Prof.Dr. Beate Söntgen.

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