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Besondere Auszeichnung für renommierte Hamburger Krebsforscherin

Der Europäische Forschungsrat fördert Prof. Dr. Dr. Sonja Loges und ihre Forschung am UKE mit 1,5 Millionen Euro

Wie können Tumorzellen aus dem Knochenmark eliminiert werden? Um dieser wichtigen Frage nachgehen zu können erhält die renommierte Krebsforscherin Prof. Dr. Dr. Sonja Loges vom Europäischen Forschungsrat (ERC) einen sogenannten ERC Starting Grant. Damit werden ihre Forschungen in den kommenden fünf Jahren mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert „Mit einem ERC Grant wird exzellente Grundlagenforschung auf europäischer Ebene gefördert. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UKE haben in den vergangenen Jahren 14 dieser begehrten Auszeichnungen erhalten. Das unterstreicht die deutlich gestiegene internationale Wettbewerbsfähigkeit des UKE“, sagt Prof. Dr. Dr. Uwe Koch-Gromus, Dekan der Medizinischen Fakultät und UKE-Vorstand.

Forschungsprojekt zur Bekämpfung von Tumorzellen

Ziel des neuen Forschungsprojekts ist mit Hilfe von immuntherapeutischen Ansätzen Tumorzellen zu bekämpfen, die nach einer Behandlung im Knochenmark verblieben sind. „Im Knochenmark eingenistete Krebszellen können trotz aggressiver Chemo- oder Strahlentherapie häufig überleben und später ein erneutes Tumorwachstum anregen. Bei Patienten mit ursprünglich heilbarer Krebserkrankung ist die Sterblichkeitsrate verdoppelt, wenn bösartige Zellen im Knochenmark verblieben sind“, erläutert Wissenschaftlerin Loges.

Warum das menschliche Immunsystem die malignen Zellen nicht erkennt und beseitigt, ist bis heute ein ungelöstes Problem. Das Forscherteam um Prof. Loges analysiert nun Zusammenspiel von Knochenmarkzellen und Immunzellen, um daraus therapeutische Strategien zu entwickeln, mit denen das Immunsystem die verbliebenen Krebszellen erfolgreich bekämpfen kann.

Erfolgreiche Leukämie-Forschung

Wie erfolgreich Prof. Loges auf dem Gebiet der Therapieentwicklung sein kann, hat sie kürzlich unter Beweis gestellt: Mit ihrem Team hat sie einen Hemmstoff zur Behandlung fortgeschrittener Akuter Myeloischer Leukämie (AML) zur klinischen Reife gebracht, der jetzt in einer von ihr geleiteten internationalen klinischen Studie auf seine Wirksamkeit geprüft wird.
mm

Quelle und weitere Informationen:
www.uke.de

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