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530 zusätzliche Krankenhausbetten

Gesundheitsbehörde legt Krankenhausplan bis 2020 vor. Neue Qualitätsvorgaben werden berücksichtigt

Mehr als 500 zusätzliche Betten in den Hamburger Krankenhäusern, der bedarfsgerechte Ausbau der Altersmedizin, der Kinderheilkunde und der Psychiatrie sowie zusätzliche Angebote für Schlaganfallpatientinnen und -patienten – dies sind die Eckpunkte des neuen Krankenhausplans 2020, den Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks 22. Dezember vorgelegt hat. Damit wird die Krankenhausversorgung für die Hamburger Bevölkerung und das Umland in den kommenden Jahren bedarfsgerecht und qualitätsorientiert weiterentwickelt.

Medizinmetropole gestärkt

Hamburg stärkt durch zusätzliche Kapazitäten seine Funktion als Medizinmetropole mit hoher Anziehungskraft.
„Mit dem neuen Krankenhausplan bis 2020 wird die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der Krankenhäuser in Hamburg, an einem der bedeutendsten Standorte der Gesundheitswirtschaft in Deutschland, weiter gestärkt. Bei der Fortschreibung ziehen wir Konsequenzen aus der gestiegenen Inanspruchnahme und verankern Qualitätsvorgaben für mehr Sicherheit der Patientinnen und Patienten“, so Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks.

„Während fast überall in Deutschland Krankenhauskapazitäten abgebaut werden, schafft Hamburg zusätzliche Betten in der Größe eines ganzen Krankenhauses. 2020 planen wir mit rund 12.350 Betten, also mit einem Plus von 530 Betten gegenüber heute. Dazu kommen 1.174 teilstationäre Behandlungsplätze. Insbesondere Zukunftsbereiche, wie etwa die Geriatrie, werden ausgebaut. In anderen Bereichen, wie etwa der Psychiatrie, setzen wir hingegen verstärkt auf die ambulante Versorgung.“

Ein Drittel auswärtige Patienten

Wenngleich die Verweildauer der Patientinnen und Patienten in Hamburger Krankenhäusern aufgrund des medizinischen Fortschritts und des sehr guten ambulanten Angebotes in der Stadt immer kürzer wird, so verzeichnen die Kliniken der Stadt auch eine höhere Inanspruchnahme durch Menschen aus dem Umland und aus anderen Bundesländern, die eine Erhöhung der Bettenzahl notwendig macht. Insgesamt machen Patientinnen und Patienten von außerhalb der Stadtgrenzen rund 31 Prozent aus, etwa 28 Prozent kommen aus der Metropolregion. Diese Entwicklung wird voraussichtlich durch die zunehmende Spezialisierung von Krankenhäusern noch zunehmen.

Schwerpunkte des Krankenhausplans 2020

Die Altersmedizin wird gestärkt durch die Schaffung der zwölften geriatrischen Abteilung mit Tagesklinik in Hamburg im Asklepios Klinikum Harburg und den Ausbau der Geriatrie im Katholischen Marienkrankenhaus sowie im Agaplesion Diakonieklinikum Hamburg.

Für beatmungsbedürftige Patientinnen und Patienten nach Schlaganfällen oder anderen schweren Erkrankungen wird sich die Versorgungssituation durch den Ausbau der neurologisch-neurochirurgischen Frührehabilitation in der Schön Klinik Hamburg Eilbek, der Asklepios Klinik Nord und im Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand weiter verbessern. Zusätzliche Plätze in der Tagesklinik des Marienkrankenhauses verbessern die Behandlung von Patentinnen und Patienten mit chronischen Schmerzen.

Vorgesehen ist zudem der bedarfsgerechte Ausbau der Versorgung in der Kinderheilkunde, unter anderem durch das neue Angebot einer pädiatrischen Tagesklinik in der Asklepios Klinik Nord-Heidberg und zusätzliche Betten für beatmungsbedürftige Kinder und Jugendliche im Altonaer Kinderkrankenhaus. Mit dem Ausbau der kinderorthopädischen Versorgung von behinderten Kindern und Jugendlichen im Altonaer Kinderkrankenhaus bleiben den betroffenen Familien lange War-tezeiten und Aufenthalte außerhalb Hamburgs erspart.

Krankenhausplan wird kontinuierlich angepasst

„Der Krankenhausplan gibt einen konkreten Rahmen vor. Aber wir werden den für die stationäre Versorgung notwendigen Bedarf laufend beobachten und die Planung gegebenenfalls anpassen. Im Jahr 2017 wird auf Basis der Daten des Jahres 2016 beispielsweise eine Zwischenfortschreibung durchgeführt. Damit können wir eventuell erforderliche Korrekturen auf Grund der zwischenzeitlichen Patientenströme, der Zuwanderung oder der weiteren Entwicklungen in den Fachgebieten zeitnah vornehmen“, so Senatorin Prüfer-Storcks. „Dabei werden wir auch die Auswirkungen des zum 1. Januar 2016 in Kraft tretenden Krankenhausstrukturgesetzes, insbesondere die dort vorgesehene qualitätsorientierte Krankenhausplanung, berücksichtigen.“
him

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/krankenhaus zur Verfügung.

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