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Meerwind: © WindMV

Erster privater Windpark vor Helgoland nimmt Betrieb auf

In der Metropolregion Hamburg hat mit "Meerwind Süd/Ost" der erste privat finanzierte Hochsee-Windpark in Deutschland seinen Betrieb aufgenommen. 80 Turbinen liefern grünen Strom.

23 Kilometer vor Helgoland hat ein Joint Venture von Blackstone Energy Partners aus den USA und der Windland Energieerzeugungs GmbH aus Berlin mit Meerwind Süd I Ost am Montag, 10. November, den ersten, rein privat finanzierten Offshore-Windpark Deutschlands in Betrieb genommen. Der Bau der 80 Windräder, 2012 begonnen, wurde nach 18 Monaten bereits fertiggestellt und durch eine 3.500 Tonnen schwere Offshore-Umspannstation ergänzt. Nach der erfolgreichen Testphase, die im Sommer 2014 begann, soll das 288 MW-Projekt jetzt bis zu 360.000 Haushalte mit sauberem Strom versorgen – und dabei bis zu eine Million Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Größter privater Offshore-Windpark mit US-Investor realisiert

Meerwind Süd I Ost ist demnach das erste deutsche Offshore-Windpark-Projekt, das komplett von privaten Investoren finanziert wurde, sowie der größte deutsche projektfinanzierte Offshore-Windpark. Als Partner für das Megaprojekt konnte die Windland Energieerzeugungs GmbH den US-Investor Blackstone gewinnen, der an der gemeinsamen Firma WindMV 80 Prozent der Anteile hält. Der Private-Equity-Fonds Blackstone Energy Partners hat seit 2012 weltweit mehr als 6,6 Milliarden US-Dollar an Beteiligungskapital in 18 Transaktionen investiert, die von Öl und Gas über erneuerbare Energien bis zu Kraftwerken reichen. Insgesamt wurden 1,2 Milliarden Euro in den Bau des Windparks Meerwind Süd│Ost vor Helgoland investiert.

Strukturwandel auf Helgoland

Der rote Hochseefelsen im Kreis Pinneberg der Metropolregion Hamburg erlebt durch die Energiewende einen umfassenden Strukturwandel. Waren einst Butterschiffe und Touristen das wichtigste wirtschaftliche Standbein, hat sich Helgoland heute als weltweit erste Offshore-Service-Insel für die Windindustrie etabliert. Für mehr als 30 Millionen Euro wurde der Hafen für die Offshore-Windindustrie ausgebaut, neue Wohnungen für Techniker und Monteure errichtet. Nach Meerwind Süd│Ost von WindMV sollen zwei weitere Windparks ihren Betrieb in Kürze aufnehmen. Auch E.ON (Amrumbank West) und RWE (Nordsee Ost) haben Helgoland als Servicehafen gewählt.
him

Quelle und weitere Infomationen:
eigene Recherche
E.ON: eon.com
RWE: rwe.com
WindMV: windmw.de
http://windpark-helgoland.de

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