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Gläsernes Energiehaus auf Gut Karlshöhe - © Schuckmann

Erneuerbare-Energien-Projekte aus Hamburg stellen sich vor

Ob Wasserstofftechnologie oder Entwässerungssystem - Hamburger Pioniere präsentieren ressourcenschonende Innovationen

Vier Mal „Tag der Offenen Tür“ in der Hansestadt – die Veranstaltungsreihe des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) startete am 28. April mit der Besichtigung des Energie-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg). „Die Energiewende und damit die Entwicklung eines zukunftsfähigen und nachhaltigen Energiesystems ist eine Jahrhundertaufgabe“, sagte Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der HAW. Das gibt Anlass sich auch die weiteren Hamburger Nachhaltigkeits-Projekte anzuschauen, die in den nächsten Wochen für Besucher ihre Türen öffnen.

„WindGas“ aus dem windenergiereichen Norden

An seinem Innovationsstandort in Hamburg-Reitbrook präsentiert der Energiedienstleister HanseWerk am 4. Juni eine „Power-To-Gas-Anlage“. Dahinter steckt ein Verfahren, bei dem die Energie aus regenerativ erzeugtem Strom in Wasserstoff umgewandelt und in das Erdgasnetz eingespeist wird. Beim Tag der offenen Tür haben Besucher die Gelegenheit, sich die Funktionsweise der Anlage von Experten erklären zu lassen. Hamburg ist als Standort für das Pilotprojekt besonders gut geeignet, da von hier das eingespeiste „WindGas“ aus dem windenergiereichen Norden deutschlandweit in die industriellen Verbrauchszentren transportiert werden kann.

Strom für rund 4.000 Haushalte

Am 18. Juni folgt ein Tag der offenen Tür auf dem Energieberg Georgswerder, der sich schon im Rahmen der Aktion „Europa in meiner Region“ Besuchern präsentierte. Die Stadtreinigung Hamburg zeigt Interessierten den rund 40 Meter hohen ehemaligen Deponiehügel, der vom städtischen Projektentwickler IBA Hamburg zu einem regenerativen Energieberg umfunktioniert wurde. 2014 übernahm die Stadtreinigung Hamburg den Öffnungsbetrieb. Die ersten Windenergieanlagen wurden bereits in den 1990er Jahren errichtet. Seit 2011 steht auf dem begrünten Hügel eine größere Windkraftanlage. Am Südhang wurde eine Photovoltaikanlage installiert. Allein mit Strom aus Windkraft und Sonnenenergie versorgt der Energieberg rund 4.000 Haushalte.

Hamburg Water Cycle & ein gläsernes Energiehaus

Weitere spannende Einblicke erwarten die Besucher am 2. Juli auf Gut Karlshöhe. Das Hamburger Umweltzentrum setzt auf einem neun Hektar großen Gelände neue Umwelttechnologien ein, die den Besuchern vor Ort erläutert werden. Mit dem Hamburg Water Cycle verfügt Gut Karlshöhe zum Beispiel über ein neuartiges Entwässerungssystem. Das System nutzt das anfallende Regenwasser, reinigt Grauwasser über eine Pflanzenkläranlage und ermöglicht die Verwertung des Schwarzwassers als energiehaltige Biomasse. Zu besichtigen ist außerdem ein gläsernes Energiehaus mit energiesparenden Heiztechniken.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.erneuerbare-energien-hamburg.de
www.gut-karlshoehe.de
www.hansewerk.com
www.stadtreinigung.hamburg

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