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Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) nun auch in Hamburg: ©  Moritz Heitmann

Start des Großprojekts NEW 4.0

Zuwendungbescheid übergeben. An dem Projekt beteiligen sich Schleswig-Holstein und Hamburg sowie rund 60 Partner aus Wirtschaft und Forschung

Start des Großprojekts NEW 4.0: Mit 41 Millionen Euro Fördergeldern unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium das Projekt Norddeutsche Energiewende 4.0. Der entsprechende Zuwendungsbescheid wurde am Dienstag in Berlin von Staatssekretär Rainer Baake an den Sprecher und Projektkoordinator Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des Competence Centers für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der HAW Hamburg übergeben. In diesem Projekt, an dem sich die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg sowie rund 60 Partner aus Wirtschaft, Industrie und Forschung einbringen, soll demonstriert werden, wie die Region 2035 zu 100 Prozent sicher, kostengünstig und umweltverträglich durch regenerative Energie versorgt werden kann.

Ziele der Allianz

Unter dem Titel NEW 4.0 hat sich in Hamburg und Schleswig-Holstein eine Projektinitiative aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik gebildet, die in einem länderübergreifenden Großprojekt eine nachhaltige Energieversorgung realisieren und gleichzeitig auch die Zukunftsfähigkeit der Gesamt-Region stärken will. Die rund 60 Partner aus der Region und überregionale Partner bilden die „Innovationsallianz für das Jahrhundertprojekt Energiewende“ mit gebündeltem technologischem Know-How, unterstützt von den Landesregierungen beider Bundesländer. Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan: „Norddeutschland macht mit diesem Projekt einen großen Schritt hin zu einer Energiezukunft ohne Kohle und Atom.”

Digitaler Marktplatz zur Nutzung von Grünstrom

Mit speziellen Power-to-Heat-Anlagen sowie einem lokalen Marktplatz zur besseren Verwertung von Überschussstrom wird sich auch die HanseWerk-Gruppe in das Großprojekt NEW 4.0 einbringen.
„Gemeinsam wollen wir die Energiewende im Norden entscheidend voranbringen, ein planbares und zukunftsfähiges Energiesystem aufbauen sowie Schleswig-Holstein als Energieexporteur und Hamburg als Großverbraucher intelligent zusammenbringen“, erläutert Matthias Boxberger, Vorstandsvorsitzender der HanseWerk AG sowie Mitglied im Führungsgremium von NEW 4.0.

In den nächsten vier Jahren sollen die HanseWerk-Tochtergesellschaften HanseWerk Natur sowie Schleswig-Holstein Netz zwei Lösungen umsetzen: Zum einen hat die Schleswig-Holstein Netz AG in ihrer Rolle als Stromnetzbetreiber einen digitalen lokalen Marktplatz entwickelt, auf dessen Basis mehr Grünstrom vor Ort genutzt werden kann. Mittels dieser technischen Plattform sollen zum Beispiel Unternehmen einen flexiblen Verbrauch anmelden und entsprechend Grünstrom abrufen können. Außerdem will HanseWerk Natur Stromverbrauch und –erzeugung bei der Wärmeversorgung durch sogenannte Power-to-Heat-Anlagen flexibilisieren.

Von der Stromwende zur Energiewende

NEW 4.0 will die Kernherausforderungen der Energiewende mit einer Doppelstrategie lösen: die Steigerung des Stromexports in andere Regionen durch effiziente Nutzung und Ausbau der Energieinfrastruktur in der Region und durch die Erhöhung der energetischen Selbstverwertungsquote für regionale, regenerative Erzeugungspotenziale. Bis 2025 soll die Region zu 70 Prozent mit regenerativem Strom versorgt werden. Zudem soll erneuerbarer Strom sukzessive für die Wärmeversorgung und industrielle Prozesse, die bislang mit fossilen Energien wie Gas betrieben wurden, verwendet werden: aus der “Stromwende” soll in Schleswig-Holstein und Hamburg eine Energiewende werden.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.haw-hamburg.de/pressemitteilungen
www.bmwi.de/pressemitteilungen

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