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© Vattenfall Europe Wind GmbH

Neues Windkraftwerk „Sandbank“ vor der Nordseeinsel Sylt

Das Offshore-Projekt soll Strom für 400.000 Haushalte liefern. Hamburg wird als Standort der Windenergie immer wichtiger

Rund 90 Kilometer westlich der Nordseeinsel Sylt wird nun Strom für rund 400.000 Haushalte produziert. Seit dem 23. Juli ist das Offshore-Windkraftwerk „Sandbank“ offiziell in Betrieb. Aufgrund der Erdkrümmung ist das Windkraftwerk jedoch nicht zu sehen. Mit dem Windpark DanTysk ist das Projekt bereits das zweite, welches das Mitglied des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) Vattenfall und die Stadtwerke München (SWM) gemeinsam realisieren. Vattenfall hält dabei 51 Prozent der Anteile, SWM 49 Prozent. Von Hamburg aus arbeiteten über 85 Personen aus 17 verschiedenen Ländern an der Projektentwicklung von „Sandbank“. Dies zeigt, dass Hamburg als Standort für die Windbranche immer attraktiver und wichtiger wird.

„Die Metropolregion Hamburg ist ein globales Kompetenzzentrum für Offshore-Windenergie“, erklärte Jan Rispens, EEHH-Geschäftsführer. „Wir freuen uns sehr, dass Vattenfall, Siemens Gamesa, 8.2 Consulting, TÜV NORD, DNV GL und weitere beteiligte Unternehmen aus unserem Firmennetzwerk, gemeinsam wegweisende Projekte im Bereich Offshore-Wind realisieren.“

52.000 Tonnen Stahl und Strom für 400.000 Haushalte

Das EEHH Cluster-Mitglied 8.2 Consulting AG übernahm die unabhängige Fertigungsüberwachung sowie die Qualitätssicherung der Windenergieanlagen. Eine strenge Qualitätsüberwachung während der Fertigungsphase ist von großer Bedeutung, um später immense Zusatzkosten zu vermeiden. Hauptverantwortlicher für die Zertifizierung des neuen Offshore-Windparks „Sandbank“ war der TÜV SÜD. Das Zertifikat sichert beispielsweise zu, dass die Anlagen die enorme Belastung durch Wind und Wellen überstehen. Vattenfall installierte auf einer Fläche von 60 Quadratkilometern 72 Winenergieanlagen, deren Fundamente in einer Wassertiefe von 24 bis 33 Metern verankert sind. Dabei verwendete der Energiekonzern 52.000 Tonnen Stahl. Die Anlagen wurden nach und nach in Betrieb genommen. Mit einer installierten Leistung von 288 Megawatt können die Anlagen etwa 400.000 Haushalte mit Strom versorgen.

Einmaliges Wohnkonzept für Mitarbeiter auf hoher See

Damit der Betrieb einfacher wird, investierte Vattenfall rund 100 Millionen Euro in eine Wohnplattform, die etwa 50 Betriebs- und Servicemitarbeitern Patz bietet. Durch die benachbarten Standorte von „Sandbank“ und „DanTysk“ beherbergt die Plattform Techniker beider Windparks. Da die Arbeiter im Schichtbetrieb auf der Plattform leben, gibt es auf sechs Stockwerken nicht nur Büros und Unterkünfte, sondern auch Werkstätten, Kantine, Fitnessraum, Kino und ein Bordhospital. Es entfallen lange Pendelzeiten der Mitarbeiter. Die Wohnplattform soll so einen reibungslosen Betrieb der beiden Windparks gewährleisten.
mm

Quelle und weitere Informationen:
bwl.uni-hamburg.de

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