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Wirtschaftsnachrichten aus der Metropole
Solaranlage auf den Dächern Hamburgs: © www.mediaserver.hamburg.de / Cornelius Kalk

Kraftwerkssteuerung vom Laptop oder Tablet

Mit neuer Technik will HanseWerk Natur die zentrale Leitwarte für Kraftwerke revolutionieren. Das Konzept basiert auf dezentraler Regulierung

Normalerweise ist eine aufwendige Leitwarte nötig, um Blockheiz- und Wasserkraftwerke, Photovoltaik- und Kälteanlagen sowie Heizwerke zu steuern und bei Bedarf auch den Entstördienst zu managen. HanseWerk Natur will diesen Aufwand nun deutlich reduzieren. Für eine Wartung soll nur noch lediglich ein Laptop oder ein Tablet nötig sein. Auf Basis einer selbstentwickelten Software zur smarten Steuerungs- und Leittechnik, sollen die rund 300 Heiz- und Blockheizkraftwerke des Unternehmens, sowie auch das aus 70 Blockheizkraftwerken bestehende virtuelle Kraftwerk mittels Mobilfunknetz von jedem Ort aus gesteuert werden. „Durch den Verzicht auf eine zentrale Leitwarte konnten wir die Reaktionszeiten und Anlageneffizienz deutlich erhöhen, eine resourcenschonende Einsatzplanung etablieren sowie die Regiekosten senken“, erläutert Thomas Baade, technischer Geschäftsführer von HanseWerk Natur.

Störmeldungen direkt aufs Smartphone

Sowohl die einzelnen, nicht besetzten Heizkraftwerke als auch das gesamte automatisierte Störungsmanagement der HanseWerk Natur werden jetzt fernüberwacht, gesteuert und dokumentiert. Hinzu kommen Analysen und Maßnahmen zur stetigen Verbesserung, die in die Betriebsabläufe fachbereichsübergreifend integriert werden sollen. Die technischen Mitarbeiter im rund um die Uhr tätigen Bereitschaftsdienst der HanseWerk Natur sollen automatisch und ohne Zeitverzug Hinweise auf ungewöhnliche Zustände und Störungen per SMS auf ihr Smartphone erhalten, bevor der Kunde es bemerkt.

Schneller Zugriff auf die Anlagen

Durch das dezentrale Bedienkonzept der Anlage sollen Mitarbeiter aus allen notwendigen Fachbereichen wie Energiewirtschaft, Technischem Service, Betrieb und Instandhaltung schnell und von überall auf die zentrale Betriebstechnik der Anlagen zugreifen und diese steuern können. So sollen Ausfallzeiten der Heizkraftwerke minimiert werden und eine größtmögliche Versorgungssicherheit sichergestellt werden. Auch die operativen Kosten sollen so auf geringstmöglichem Niveau gehalten werden.
mm

Quelle und weitere Informationen:
https://www.hansewerk.com

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