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Einweihung Moorburg - © Vattenfall

Kraftwerk Moorburg geht offiziell in Betrieb

Am Südufer der Elbe hat Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz am Donnerstag das Kohlekraftwerk Moorburg eröffnet

Die beiden Blöcke des neuen Kraftwerks Moorburg haben jeweils eine elektrische Leistung von 827 Megawatt und können zusammen rund elf Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit kann der Strombedarf Hamburgs fast vollständig gedeckt werden. Das neue Kraftwerk sorgt so für eine sichere Grundlast in der Hansestadt und in Norddeutschland und trägt nach Angaben von Vattenfall signifikant zur Versorgungssicherheit und Netzstabilität bei.

Symbolischer Akt

Am Donnerstag, 19. November, hat der Hamburger Bürgermeister das Kraftwerk im Hamburger Osten eingeweiht. Olaf Scholz sagte bei der offiziellen Einweihungsfeier: „Das Kraftwerk Moorburg ist wichtig, weil es zur Netzstabilität beiträgt und weil beim weiteren Ausbau der regenerativen Energien die unvermeidliche Volatilität zum Beispiel des Windangebots ausgeglichen werden kann.“

Magnus Hall, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Vattenfall: „Wir legen mit diesem Investment ein klares Bekenntnis zum Standort Hamburg ab. Das Kraftwerk ist wirtschaftlich wichtig für die Stadt. Etwa zwei Drittel des Hamburger Strombedarfs entfallen auf Industrie- und Gewerbebetriebe, die viele Arbeitsplätze in Hamburg sichern. Mit dem Kraftwerk Moorburg als rund um die Uhr verfügbare Anlage muss sich die Wirtschaft in Hamburg keine Sorgen um eine sichere Energieversorgung machen.“

Der Knopfdruck von Scholz war ein rein symbolischer Akt. Denn in Betrieb ist Moorburg bereits und hat in diesem Jahr schon fünf Millionen Megawattstunden Strom ins Netz eingespeist. Künftig soll das Kraftwerk Moorburg jährlich rund elf Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht nahezu dem kompletten Bedarf der Hansestadt.

Technologie nach neuesten Anforderungen

Beim Kraftwerk Moorburg handelt es sich um eine Doppelblockanlage. Sie ist so konzipiert, dass sie im typischen Betriebspunkt eine elektrische Bruttoleistung von 2 × 820 Megawatt und eine Fernwärmeleistung von 2 × 120 Megawatt erzeugt. Im Maximum können brutto jeweils 2 × 840 Megawatt elektrische Leistung erzeugt oder insgesamt bis zu 650 Megawatt Fernwärme abgegeben werden Innerhalb von einer Viertelstunde kann die Anlage die Leistung um 600 Megawatt hoch- oder runterfahren.

Das Kraftwerk soll jährlich 7.500 Stunden im Grundlastbetrieb laufen. Die Kraftwerksblöcke sind für einen Regelbereich von 35 bis 100 Prozent ausgelegt. Zur Absicherung der Netzregelaufgaben sind kurzzeitig 103 Prozent Last fahrbar.
him

Quelle und weitere Informationen:
http://corporate.vattenfall.de

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