Hamburg-News-Erneuerbare-Energie-Windrad-Feld
Grünanalge - ©  Roberto Kai Hegeler

Hamburgs Weg zur Luftreinhaltung

Hamburg setzt sich mit diversen Maßnahmen für reine Stadtluft ein. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart hat dabei keine Auswirkungen

Als erste Großstadt hat Hamburg vor wenigen Wochen einen Luftreinhalteplan beschlossen. Er enthält zehn Maßnahmenpakete für die gesamte Stadt und diverse Schritte, um die lokale Belastung zu senken. Das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zur Luftreinhaltung hat aber keine Auswirkungen für die Hansestadt. Die Behörde für Umwelt und Energie und die Behörde für Wirtschaft, Innovation und Verkehr schlossen generelle Durchfahrtverbote aus. Da die Grenzwertüberschreitung anders als in Stuttgart kein flächendeckendes Problem sei, sind lediglich einzelne Durchfahrtsbeschränkungen für ältere Dieselfahrzeuge geplant. „Neben dem Ausbau des Radverkehrs und der U- und S-Bahnen schafft die Stadt über 200 saubere Busse an, baut über 1.000 Ladepunkte für E-Fahrzeuge und schafft für den eigenen Fuhrpark wo immer möglich nur Hybrid- und E-Mobile an“, erklärte Wirtschaftssenator Frank Horch. Darüber hinaus sorge die Stadt dafür, dass die Luftbelastung im Hafen durch externe Stromversorgungen verbessert wird.

Gute Luft durch mehr grüne Hausfassaden

Gute Luft durch grüne Hausfassaden: Die Umweltbehörde erarbeitet zurzeit im Rahmen des „Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus“ eine Strategie zur Fassadenbegrünung. Für das Projekt „Bau nie ohne! Urbanes Grün in allen Dimensionen“ erhielt Umweltsenator Jens Kerstan nun von der Bundesbauministerin Barbara Hendricks einen Förderbescheid über 158.000 Euro. Die Begrünung kann Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen mindern, verringert die Lärmbelastung und befreit die Luft von Feinstaub. „Eines unser kostbarsten städtischen Güter ist das Grün. Es ist ein prägendes Element unserer schönen Stadt und übernimmt gesundheitliche, ästhetische und klimatische Funktionen. Wir wollen neben Grünflächen auf ebener Erde und auf begrünten Dachflächen auch bauliche Lösungen finden für mehr grüne Hausfassaden“, erklärte Umweltsenator Jens Kerstan.
mm/ca

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/grünewände
www.hamburg.de/luftreinhaltung

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.