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EnergyCampus: © Paula Markert/HAW Hamburg

Bürgermeister Olaf Scholz eröffnet Energie-Campus der HAW Hamburg

Das Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der HAW Hamburg startet Forschungszentrum für Windenergie und intelligente Stromnetze auf eigenem Energie-Campus

Am Dienstag (3. Februar) wurde das „Technologiezentrum Energie-Campus Hamburg“ in Hamburg-Bergedorf eröffnet. Hamburgs Erster Bürgermeisters Olaf Scholz, die Zweite Bürgermeisterin und Senatorin für Wissenschaft und Forschung (BWF), Dr. Dorothee Stapelfeldt, der Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI), Frank Horch, der Bezirksamtsleiter Hamburg-Bergedorf, Arne Dornquast, die Präsidentin der HAW Hamburg, Prof. Dr. Jacqueline Otten und der Leiter des Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) an der HAW Hamburg, Prof. Dr. Werner Beba nahmen ebenso an der Eröffnung teilt wie Dr. Jürgen Zeschky, Vorstandsvorsitzender von NORDEX, als Vertreter der Windenergiebranche. Nach der offiziellen Eröffnung wurde der Campus den rund 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien vorgestellt.

Auftakt zum „Silicon Valley“ der Erneuerbaren Energien

Mit dem Energie-Campus soll ein „Silicon Valley“ der Erneuerbaren Energien in Hamburg entstehen, Innovationen und Ansiedlungen der Branche sollen gefördert werden. Das Technologiezentrum des CC4E an der HAW Hamburg wird sich in Zukunft den zentralen Themenfeldern Windenergie, Netzintegration und Speicherung widmen und der angewandten Forschung sowie der akademischen Ausbildung von Studierenden und wissenschaftlichem Nachwuchs dienen. Künftig werden hier Lösungen für die Energiewende entwickelt. Gleichzeitig zielt der Energie-Campus auf die Vermittlung von Wissen und Informationen für die Energiewende bei Bürgern. Das neue Technologiezentrum des CC4E soll die Keimzelle des wachsenden Energie-Campus darstellen, an dem sich zukünftig weitere Unternehmen ansiedeln sollen.

Erneuerbare Energien als Innovations- und Beschäftigungsmotor

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz betonte in seiner Eröffnungsrede: „Erneuerbare Energien sind ein zentraler Weg in eine sichere, umweltverträgliche und wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft. Sie dienen dem Klimaschutz und erschließen Unternehmen vieler Branchen neue Geschäftsfelder. Sie stoßen Innovationen an und schaffen Arbeitsplätze. Hamburg ist ein führender Standort für die Erneuerbare-Energien-Branche. Das CC4E wird diese Position festigen und ausbauen und die Attraktivität des Wissenschafts- und des Energie-Standorts Hamburg weiter steigern.“

Mehr als 25.000 Arbeitsplätze in den Erneuerbaren Energien

„Forschung und Innovationen sind für diese sich sehr dynamisch entwickelnde Branche unabdingbar, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Aus Innovationen entstehen marktfähige Produkte, die das Wachstum der Unternehmen antreiben und die erfolgreiche Realisierung der Energiewende in Deutschland – und in Folge dessen den Export dieser Technologien – befördern können“, sagte die Präsidentin der HAW Hamburg, Prof. Dr. Jacqueline Otten. Schon heute schafft die Branche der Erneuerbaren Energien mehr als 25.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion Hamburg und ist damit ein wichtiger Beschäftigungsmotor.

Drohender Fachkräftemangel

Allerdings zeichnet sich schon jetzt ein deutlicher Fachkräftemangel im Bereich der Windenergie ab. Das Technologiezentrum in Hamburg-Bergedorf soll deshalb gleichermaßen der Forschung sowie der akademischen Ausbildung und Qualifizierung an der HAW Hamburg dienen. Ziel ist es, Arbeitsplätze hier in Hamburg aufzubauen und zu sichern. Präsidentin Otten berichtete: „Unsere Studierenden und Lehrenden erhalten die einzigartige Möglichkeit, hier am Energie-Campus Hamburg anwendungsorientiert und praxisnah in den High-Tech-Laboren und am Windpark zu lernen, zu lehren und zu forschen – für diese fantastische Möglichkeit bedanke ich mich bei allen Beteiligten und besonders auch den Bergedorferinnen und Bergedorfern und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit.“

Energiewende ist eine Jahrhundertaufgabe

Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E: „Die Energiewende und damit die Entwicklung eines zukunftsfähigen und nachhaltigen Energiesystems ist eine Jahrhundertaufgabe. Dafür brauchen wir kluge, engagierte Köpfe und technologische Innovationen mit großer Marktfähigkeit. Der Energie-Campus bietet hierfür eine ausgezeichnete Plattform – auch, um den Bürgern die komplexen Themen lebensnah zu vermitteln und so Akzeptanz zu schaffen.“ Die zentralen Forschungsfelder des CC4E werden in einem Windlabor sowie einem Smart Grid-Labor bearbeitet. Ein zukünftiger Windpark wird wesentlicher Teil der Forschungsvorhaben sein, mit denen Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende entwickelt werden sollen.

Weitere Optimierung der Windenergie angestrebt

Im künftigen Windlabor werden Wissenschaftler an Technologien zur Steigerung von Lebensdauer, Effizienz und Leistungssteigerung in der Stromerzeugung von Windenergieanlagen arbeiten. Testeinrichtungen für einzelne Komponenten sollen die Anlagenzuverlässigkeit erhöhen und die Prognose von Schadenszuständen verbessern. Zudem sollen optimierte Konzepte für deren Betrieb entwickelt und das Turbulenzverhalten verbessert werden. Weitere Forschungsfelder stellen die Verringerung von Lärmemissionen und die Entwicklung von Technologien zum verbesserten Schutz von Vögeln und Fledermäusen dar.

Effiziente und intelligente Lösungen

Im Smart Grid-Labor werden effiziente und intelligente Lösungen im Zusammenwirken von Energieerzeugung, -verbrauch und -speicherung entwickelt und erprobt. Durch „Demand Side Management und Integration“ sollen Flexibilisierungen der Verbrauchsseite zur verbesserten Anpassung an die schwankende Erzeugung von Erneuerbaren Energien untersucht werden. Künftig werden verstärkt Lösungen zur Entlastung der Stromnetze durch Regelungstechnologien ein Kernthema sein. Finanziert wird das Technologiezentrum Energie-Campus vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit rund 3,8 Millionen Euro sowie aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit rund 3,5 Millionen Euro.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.haw-hamburg.de

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