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Elektroauto - © Regionale Projektleitstelle Elektromobilität Hamburg

Hamburger Wirtschaft setzt auf E-Mobilität

Mit rund zehn Millionen Euro fördert der Bund den Einsatz von E-Autos in Hamburger Unternehmen. Das Modellprojekt liefert wichtige Erkenntnisse

In keiner anderen Stadt in Deutschland sind bei Unternehmen und im kommunalen Sektor nach Senatsangaben so viele Elektroautos im Einsatz wie in Hamburg. Von insgesamt 1.800 batteriebetriebenen Fahrzeugen in Hamburg und der Metropolregion fahren mehr als 800 in Unternehmensfuhrparks und 500 E-Fahrzeuge bei kommunalen Trägern. Allein das vom Bund mit rund 9,65 Millionen Euro geförderte Modellvorhaben “Hamburg – Wirtschaft am Strom” umfasst mittlerweile 775 Elektrofahrzeuge im Alltagseinsatz. In der Hamburger Handelskammer sind Unternehmen zum Dialog zusammengekommen.

Vorhandene Netzwerke

Mehr als 100 Vertreter von Hamburger Unternehmen und öffentlichen Institutionen haben in der Hamburger Handelskammer eine Zwischenbilanz zur Elektromobilität in ihren Unternehmen gezogen. “Wir treffen in der Hansestadt hervorragende Voraussetzungen an, da Politik und Wirtschaft das Thema mit hoher Priorität behandeln und vorhandene Netzwerke effektiv nutzen”, sagte Diskussionsteilnehmer Olivier Gaudefroy, Vorstandsvorsitzender der Renault Deutschland AG. In Hamburg arbeite Renault mit verschiedenen Unternehmen, insbesondere mit der Hafenwirtschaft zusammen.

Hamburg als früher Markt

Aus Sicht der Bundesregierung und des Senats liefern die in Hamburg erzielten Erkenntnisse wichtige Anhaltspunkte für die Gesamtentwicklung der Nachfrage nach Elektroautos in lokalen Wirtschaftszusammenhängen und sind beispielgebend für die Steuerung der Nachfrage nach schadstoffarmen Antriebstechnologien. „Das bisher Erreichte zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreich und sinnvoll der Einsatz von Elektroautos in Unternehmen und öffentlichen Institutionen sein kann. Wir in Hamburg sind der frühe Markt!”, sagte Wirtschaftssenator Frank Horch.

Offene Fragen

Trotz erfolgreicher Projektumsetzungen in den Betrieben, gibt es weiterhin eine Reihe offener Fragen, über die beim Anwendertreffen in der Handelskammer ausgiebig diskutiert wurde. So gelte es, die gängigen Leasing-Geschäftsmodelle weiter zu entwickeln. Hierzu müssten für bestimmte Nutzergruppen mit sehr hohen Laufleistungen wie zum Beispiel Taxi-Unternehmen praktikable Alternativen aufgezeigt werden. Auch die Situation an den öffentlichen Ladesäulen müsse nach der im vergangenen Jahr erfolgten Rechtsänderung noch konsequenter umgesetzt werden. Viele Nutzer beschwerten sich weiterhin über das unrechtmäßige Blockieren der Ladeplätze durch konventionelle Fahrzeuge.
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de/bwvi
www.hk24.de
www.bmvi.de

Über Hamburg - Wirtschaft am Strom

Das insgesamt bis Mitte 2017 laufende Vorhaben Hamburg – Wirtschaft am Strom hatte Ende 2015 die mit dem Bund vereinbarte Zielzahl von 740 Fahrzeugen erreicht und hat diese nun mittlerweile deutlich überschritten. Das Projekt hat zugleich maßgeblich dazu beigetragen, dass im Januar 2016 die europaweite Höchstmarke von 500 Fahrzeugen in Verwaltungseinheiten und öffentlichen Unternehmen der FHH und der Metropolregion (MRH) realisiert werden konnte. Zusammen mit dem Parallelprojekt ePowered Fleets Hamburg, bei dem derzeit rund 320 E-Fahrzeuge in der lokalen Wirtschaft im Einsatz sind, bildet Wirtschaft am Strom die Basis für Hamburgs Vorreiterstellung bei der Elektromobilität in Deutschland. In Hamburg und der Metropolregion sind mittlerweile 490 Unternehmen aller Größen und Branchen, behördliche Dienststellen und anderweitige Organisationen in die Projekte eingebunden und setzen Elektrofahrzeuge in ihren jeweiligen betrieblichen Abläufen ein. Im Stadtgebiet sind derzeit 209 öffentlich zugängliche Ladeplätze für Elektrofahrzeuge in Betrieb. Weitere Informationen unter www.hamburg.de/bwvi/

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