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Hamburger Stromnetz für den Ausbau der E-Mobilität gerüstet

Studie zeigt eine gute Ausgangsbasis des Stromnetzes für die Umstellung auf E-Autos und Elektrobusse

Nach einer ersten Entwicklungsabschätzung rechnen Experten bis zum Jahre 2030 mit einem Anstieg auf 100.000 Elektrofahrzeugen in Hamburg. Für die Elektrifizierung des öffentlichen Personennahverkehrs mit ungefähr 1.600 E-Bussen und dem Neubau der U5 wird ein Energiebedarf von ca. 5 bis 10 Prozent der heute verteilten jährlichen Energie erwartet. Die Metastudie Elektromobilität, die gemeinschaftlich durch die Hamburger Hochbahn AG, die Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein GmbH und die Stromnetz Hamburg GmbH beauftragt und von dem Fachgebiet Elektrische Energiesysteme der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg erstellt wurde, untersucht, wie das Stromnetz in Hamburg solche Auslastungen verträgt.

Voraussetzungen erfüllt

„Eine wesentliche Grundvoraussetzung für die Umstellung des Busverkehrs ist die Leistungsfähigkeit des Stromverteilungsnetzes. Die Studie habe gezeigt, dass für die Versorgung der Busse mit innovativen Antrieben der HOCHBAHN nur der im Bau befindliche Busbetriebshof Gleisdreieck an das 110kV-Hoch-spannungsnetz angeschlossen werden muss. Für die bestehenden Busbetriebshöfe ist demnach jeweils ein Anschluss an das 10kV-Mittelspannungsnetz ausreichend. Die Stromnetz Hamburg GmbH als auch die HOCHBAHN können nun die Planungen für die Netzanschlüsse der Busbetriebshöfe weiter konkretisieren”, sagt Frank Steinhorst, Bereichsleiter Infrastruktur der Hochbahn.

Herausforderung Elektromobilität

Vor allem die Auslastung der Umspannwerke durch die wachsende Ladeinfrastruktur wurde in der Studie untersucht. Demnach sind nur vier von insgesamt 53 Umspannwerken zur Deckung des Mehrbedarfs grundlegend anzupassen. Ein Modernisierungsaufwand, der in den kommenden Jahren ohnehin in der Planung vorhanden gewesen sei, so die Stromnetz Hamburg GmbH. „Die Umstellung der kompletten Busflotte einer Millionenmetropole auf Elektromobilität stellt eine enorme Herausforderung dar. Eine Herausforderung, die wir angenommen haben und die wir meistern werden. Neben den geeigneten Bussen steht dabei die notwendige Infrastruktur in unserem Fokus. Dazu gehören unter anderem unsere Werkstätten, aber auch geschultes Fahrpersonal, ein intelligentes Betriebsleitsystem, eine zunehmende Digitalisierung und nicht zuletzt ein smartes Lademanagement”, so Toralf Müller, Geschäftsführer der VHH.
mm

Quelle und Information: 
Metastudie Elektromobilität

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