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EmissionsfreieBusse: © uel Cells and Hydrogen Joint Undertaking

Hamburg wird Vorreiter bei der europäischen Zusammenarbeit für emissionsfreie Busse

Hamburgs Erster Bürgermeister nimmt Absichtserklärung in Brüssel entgegen. Stadtstaat will ab 2020 nur noch Busse mit emissionsfreien Antrieben anschaffen

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat zusammen mit dem Vize-Bürgermeister von London, Kit Malthouse, bei der Hauptversammlung des europäischen Brennstoffzellen-Netzwerks Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking eine Absichtserklärung (“Letter of Understanding”) über die Entwicklung und Markteinführung von Brennstoffzellenbussen entgegengenommen. Unterzeichnet wurde das Dokument von führenden europäischen Busherstellern wie Daimler, MAN, Solaris, van Hool und VDL.

Scholz: Brennstoffzellenbusse müssen wirtschaftlich werden

Scholz hatte am Morgen das sogenannte “Stakeholder Forum of the European Partnership for Fuel Cells and Hydrogen”, das als bedeutendste Veranstaltung zum Thema Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Europa gilt, mit einer Rede eröffnet. Zum siebten Mal treffen in diesem Rahmen Vertreter aus Politik, Industrie und Wissenschaft zusammen. Bürgermeister Scholz erklärte vor den Teilnehmern des Forums, es sei „erklärtes Ziel, dass bis zum Ende der jetzigen Dekade Brennstoffzellenbusse alltagstauglich werden und dass sie möglichst auch im Linieneinsatz die erforderliche Wirtschaftlichkeit erreichen.“ Unter dieser Voraussetzung könnten Wasserstoff als sauberer Energieträger und Brennstoffzellen als effiziente Energieerzeuger eine maßgebliche Rolle bei der Umstellung des Verkehrs auf saubere Antriebe spielen.

EU fördert Pilotprojekte

Die Europäische Union fördert derzeit verschiedene Demonstrationsprojekte zur Erprobung von Brennstoffzellenbussen. Insgesamt laufen aktuell etwa 70 Busse im Testbetrieb in Europa (u.a. in London, Mailand, Oslo, Stuttgart, Köln, Aberdeen). Um die Markteinführung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie zu unterstützen, hat die Europäische Kommission das Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) als Public-Private-Partnership-Organisation eingesetzt. Für den Nachweis des Marktpotenzials von Brennstoffzellenbussen vorhanden ist, hat das FCH JU eine Marktstudie (Fuel Cell Bus Commercialisation Study) beauftragt, die von Roland Berger Strategy Consultants durchgeführt wird. Ziel der Studie ist es, die Nachfrage in geeigneten europäischen Städten und Regionen zu erkunden, um so die für einen wirtschaftlichen Betrieb notwendigen Skaleneffekte für die Bushersteller zu erschließen. Im Rahmen dieser Studie haben mittlerweile mehr als 30 Städte und Regionen in Europa Interesse an der Nutzung von Brennstoffzellenbussen gezeigt. Hamburg will ab 2020 nur noch Busse mit emissionsfreien Antrieben anschaffen.
him

Quelle und weitere Informationen:
Senatspressestelle, hamburg.de
fch-ju.eu

Hamburgs Ausbaupläne

Mitte 2015 sollen in Hamburg fünf Tankstellen für Wasserstoff im öffentlichen Raum zur Verfügung stehen. Mit europäischen Nachbarländern wie beispielsweise Dänemark werden bereits weitere Tankstellen geplant, um auch den grenzüberschreitenden Verkehr zu ermöglichen. In den nächsten Jahren baut die HOCHBAHN einen vollständig neuen Betriebshof für klimaschonende Busse. Auf dieses Gelände passen mehr als 250 Busse, die mittelfristig alle emissionsfrei sein werden. Partner bei der Erprobung und der technischen Weiterentwicklung innovativer Fahrzeugantriebe mit der Industrie ist seit mehr als zehn Jahren die HOCHBAHN.
hochbahn.de

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