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© mediaserver.hamburg.de/C. Spahrbier

Nachhaltig mobil: Hamburg wird eine von weltweit sechs Pilotstädten

Hansestadt zusammen mit Lissabon, Campinas, Chengdu, Indore und Bangkok ausgewählt. Führende Unternehmen gründen Task Force

Die Stadt Hamburg und der Weltwirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung (WBCSD) werden künftig gemeinsam Ideen entwickeln, um die Mobilität der Freien und Hansestadt Hamburg sauberer, sicherer und vernetzter zu gestalten. Am Freitag (5. Dezember) haben der Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Andreas Rieckhof, und Michael Fahy, Direktor des WBCSD-Projekts für Nachhaltige Mobilität, ein entsprechendes Kooperationsabkommen bis Ende 2015 unterzeichnet.

Task Force analysiert Möglichkeiten

Die Zusammenarbeit ist Bestandteil des WBCSD-Projekts für Nachhaltige Mobilität (SMP 2.0). Das Projekt will die Verbreitung neuester Technologien und Verkehrskonzepte fördern, um die Verkehrssituation in Städten weltweit zu verbessern. Unter der Führung von Daimler und der Beteiligung von BMW, Brisa, Deutsche Bahn, Ford, Fujitsu, Pirelli, Toyota und Volkswagen wird eine gemeinsame Task Force zuerst die Verkehrssituation in Hamburg im Hinblick auf Kriterien wie Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit und Lebensqualität untersuchen. Darauf aufbauend wird der WBCSD Vorschläge entwickeln, wie die Nachhaltigkeit des Hamburger Verkehrssystems erhöht werden kann.

Hamburgs Vorreiterrolle weiter ausbauen

Andreas Rieckhof: „Durch die Zusammenarbeit mit dem Weltwirtschaftsrat und seinen Mitgliedsfirmen entstehen neue gedankliche Ansätze zur Verbesserung der Nachhaltigkeit des Verkehrs in Hamburg. Wir erhoffen uns davon einen wertvollen Beitrag für unseren laufenden Prozess der kontinuierlichen Verkehrsentwicklungsplanung.“ Unterstützung kommt von der Wirtschaft: „Daimler engagiert sich genauso wie alle anderen Mitgliedsfirmen mit vollem Einsatz für die Gestaltung einer nachhaltigen städtischen Mobilität. Wir wollen Hamburg dabei unterstützen, seine Vorreiterrolle als innovatives Mobilitätszentrum auszubauen“, so Eckart von Klaeden, Leiter Politik und Außenbeziehungen der Daimler AG und Leiter der WBCSD Task Force für Hamburg.

Sechs Städte nominiert

Die übergeordnete Zielsetzung von SMP2.0 ist es, den Zugang zu sicherer, verlässlicher und bequemer Mobilität für alle zu erleichtern und Mobilität gleichzeitig bezahlbar, unfallfrei und umweltverträglich zu machen bei verringertem Energie- und Zeitbedarf. Im Jahr 2013 hat der WBCSD Städte weltweit nach ihren Mobilitätsmerkmalen in sechs Kategorien eingeteilt und sechs Städte nominiert, um als Pilotstädte gemeinsam mit den Stadtverwaltungen und Interessengruppen einen Plan für nachhaltige Mobilität zu entwickeln. Hamburg wurde zusammen mit Lissabon (Portugal), Campinas (Brasilien), Chengdu (China), Indore (Indien) und Bangkok (Thailand) ausgewählt.
ker

Quelle:
www.wbcsd.org
www.hamburg.de/bwvi

World Business Council for Sustainable Development (WBCSD)

Der World Business Council for Sustainable Development (WBCSD), zu Deutsch Weltwirtschaftsrat für nachhaltige Entwicklung, ist eine von Vorständen vorausdenkender Unternehmen geführte Organisation, die eine treibende Rolle in der globalen Wirtschaftsgemeinschaft spielt, um eine nachhaltige Zukunft für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt zu gestalten. Gemeinsam mit seinen Mitgliedern nutzt der Rat seine Meinungsführerschaft und sein Auftreten, um konstruktive Lösungen zu entwickeln und gemeinsam zu handeln. Als führender Vertreter der Wirtschaft nutzt der Rat seine guten Beziehungen zu Interessengruppen und hilft damit, die Diskussion und einen Kurswechsel voranzutreiben für Lösungen zur nachhaltigen Entwicklung. Der WBCSD bietet ein Forum für seine rund 200 Mitgliedsfirmen, die alle Wirtschaftssektoren und alle Kontinente vertreten,
(Angaben: WBCSD)

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