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Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (links) und Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG, an einer Ladestation für Elektroautos. - © Aline Brosch / Senatskanzlei

Hamburg belegt Top-Position bei Stromtankstellen

Hamburg belegt mit fast 800 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge den Spitzenplatz unter den deutschen Städten. Automobilindustrie muss nachziehen

Hamburg ist laut einer Erhebung des Bundesverbands der Energie-und Wasserwirtschaft e.V.(BDEW) mit 774 Ladepunkten Spitzenreiter beim Ausbau der Ladeinfrastruktur in deutschen Städten. Dahinter folgen Berlin mit 628 und Stuttgart mit 402 Stromtankstellen. Auch mit Blick auf die Bundesländer befindet sich Hamburg auf den vordersten Rängen. Zwar befinden sich mit Bayern, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen vier große Flächenstaaten auf den vordersten Positionen, gleich darauf folgt jedoch Hamburg und kann damit mehr Ladepunkte vorweisen als die übrigen elf Bundesländer. In der BDEW-Erhebung werden neben den Ladesäulen im öffentlichen Raum auch Ladesäulen auf öffentlich zugänglichem Privatgelände erfasst. Hierzu zählen beispielsweise Parkhäuser und Supermarkt-Parkplätze.

Viele Ladesäulen und noch zu wenige Elektroautos

Insgesamt gibt es inzwischen fast 11.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte. Demgegenüber steht die Summe von etwa 99.600 in Deutschland zugelassenen voll- oder teilelektrisch betriebenen Autos. Statistisch gesehen kommen damit gerade einmal 9 Fahrzeuge auf einen Ladepunkt. “Das zeigt: Die Energiewirtschaft ist beim Ausbau der Ladeinfrastruktur massiv in Vorleistung gegangen und treibt die klimaschonende Antriebstechnologie voran. Und das, obwohl sich der Betrieb der Ladesäulen aufgrund der geringen Fahrzeuganzahl bisher nicht lohnt. Die Automobilindustrie muss jetzt endlich nachziehen und E-Autos auf den Markt bringen, die in Preis und Leistung einer breiteren Käuferschicht entsprechen”, so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung.

Hamburg setzt auf Elektromobilität

Die Experten fordern auch, dass die Verteilnetze auf den gewünschten Aufschwung der Elektromobilität optimal vorbereitet werden müssen. In einigen Regionen werde es notwendig sein, das Verteilnetz auszubauen oder zu verstärken. Wichtig sei dabei, dass die Potenziale der Digitalisierung konsequent genutzt und smarte Technik wie Steuerungssoftware in den Netzen eingesetzt würden. Damit könne der Ausbaubedarf reduziert werden. Hamburg bietet hierfür mit seinen Möglichkeiten für Startups und neue Technologien womöglich die richtige Testumgebung. Die Stadt selbst setzt in ihrem Bemühen um eine zeitgemäße Mobilität verstärkt auf Elektroautos. Zusätzlich ist in den kommenden Jahren schrittweise der vollständige Umstieg des Busverkehrs auf Elektroantriebe.
bkr/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.bdew.de

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